Sonntag, 26. Februar 2012

Ätherisches Öl der Grapefruit als Fettzellenkiller

Die Fettverbrennung durch ätherisches Öl der Grapefruit ist sehr gut untersucht. Die ersten Hinweise dazu erhielt man im Jahr 2002, als man die Reaktion von gesunden Erwachsenen auf die Inhalation von ätherischem Öl der Grapefruit, Pfeffer- und Rosen untersuchte. Darauf folgten Versuche an Ratten die bewiesen, dass verschiedene ätherische Öle auf die vegetativen Funktionen von Säugetieren Einfluss nehmen können. Doch am beeindruckendsten ist wohl die wissenschaftliche Studie der Abteilung für Krankenpflege des Science College Korea über die positive Auswirkung von Aromamassagen mit Grapefruitöl auf das Bauchfett.


Grapefruit

Im “The Japanese Journal of Pharmacology” war in der Novemberausgabe 2002 ein interessanter Artikel über die Auswirkungen des Dufts von ätherischem Öl beim Einatmen auf sympathische Aktivität bei gesunden Erwachsenen zu lesen.[1]

Die Forscher untersuchten die Wirkung von Duft-Inhalation auf die sympathische Aktivität bei normalen erwachsenen Probanden anhand von Blutdruckschwankungen und anhand der Messung der Plasmaspiegel der Katecholamine.
Die Duft-Inhalation von ätherischem Öl von Pfeffer, Estragon, Fenchel und Grapefruit führte zu 1,5-bis 2,5-fachen Anstieg der relativen Aktivität des sympathischen Nervensystems, im Vergleich mit der Inhalation eines geruchlosen Lösungsmittels.

Im Gegensatz dazu verursachte das Einatmen des Duftes von ätherischem Öl der Rose oder Patchouli einen 40%igen Rückgang der relativen Aktivität des sympathischen Nervensystems.

Die Duft-Inhalation von ätherischem Öl von Pfeffer führte zu einem 1,7-fachen Anstieg der Plasma-Adrenalin-Konzentration im Vergleich zum Ruhezustand, während das Einatmen von ätherischen Öl der Rose eine 30%ige Abnahme der Adrenalin-Konzentration verursachte. Die Ergebnisse zeigen, dass Duft Inhalation von ätherischem Öl die sympathische Aktivität bei gesunden Erwachsenen modulieren kann.

Eine andere wesentliche Wirkung des ätherischen Öls der Grapefruit ist, dass es die Fettbildung im Unterhautfettgewebe dämpft. Das fanden japanische Forscher heraus und veröffentlichten eine Studie dazu im Journal of Medicinal Plant and Natural Product Research in der Juliausgabe 2010.[2]

Sie untersuchten die Auswirkungen verschiedener ätherischer Öle auf Fettneubildung im Unterhautfettgewebe von Ratten. Sie fanden heraus, dass ätherisches Öl der Grapefruit die Anreicherung von Triglyceriden hemmt und dies in einer dosisabhängigen Weise in Konzentrationen von 50 bis 400 Mikrogramm/ml abläuft. Die Ergebnisse zeigen, dass ätherisches Öl der Grapefruit effizient die Fettneubildung im Unterhautfettgewebe hemmt.

In dem Journal Neuroscience Letters wurde in der Aprilausgabe 2007 eine weitere japanische Studie der Universität Osaka veröffentlicht, die sich mit dem Mechanismus der Veränderungen des Plasmaglycerins durch Duft Stimulation mit ätherischem Öl der Grapefruit und von Lavendel befasst.[3]

In einer früheren Studie hatte man bereits herausgefunden, dass die Stimulation mit Duft von ätherischem Öl der Grapefruit erhöhte Werte für Blutplasmaglycerin bei Ratten hervorrief. Die Stimulation mit Duft von ätherischem Öl von Lavendel löste den gegenteiligen Effekt aus.

Zur Identifizierung des Mechanismus dieser Veränderungen während der Lipolyse (Fettverbrennung), untersuchte man nun die Rolle des Hypothalamus (genauer des suprachiasmatischen Nukleus (SCN)), eines Bereiches im Gehirn, bei der Modifikation des Plasmaglycerinspiegels bei Ratten nach der Inhalation des ätherischen Öls von Grapefruit.

Bei einer totalen Schädigung des Hypothalamus (Bilaterale Läsionen des SCN) war die Reaktion auf die Lypolyse (Fettverbrennung), welche das ätherische Öl sonst auslösten, vollständig unterbrochen.

Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass der Duft des ätherischen Öls von Grapefruit und Lavendel sowohl die autonome Neurotransmission als auch die Lipolyse beeinflussen. Die Neuronen des Hypothalamus und entsprechende Signalwege sind in der lipolytischen Reaktionen auf den Duft ätherischen Öls von Grapefruit beteiligt.

Eine koreanische Forschergruppe des Department of Nursing (Abteilung Krankenpflege), Wonkwang Health Science College, Korea gab im 2007 Juni die Ergebnisse ihrer Studie über die Wirkung der Aromatherapie-Massage auf das Bauchfett und Körperbild bei postmenopausalen Frauen bekannt.[4]

Methodisch ging man beim experimentellen Design so vor, dass zwei Gruppen zufällig gebildet wurden. Eine Testgruppe und eine Kontrollgruppe wurden vor und nach dem Test untersucht. Alle Probanden erhielten eine Stunde lang Ganzkörpermassage zur Behandlung von demselben Forscher, wöchentlich, über 6 Wochen. Ausserdem sollten die Teilnehmer zu Hause ihren eigenen Bauch zwei Mal täglich, für 5 Tage pro Woche, über 6 Wochen, selbst massieren.

Die beiden Gruppen verwendet verschiedene Arten von Öl. Die experimentelle Gruppe verwendet 3% ätherisches Öl von Grapefruit, Zypressen und drei weitere Arten von ätherischem Öl. Die Kontrollgruppe verwendete Traubenkernöl. Die Daten wurden vor und nach der Behandlung mit einem Maßband gemessen, gesammelt und analysiert.

Das Ergebnis war sehr bedeutsam.
Das subkutane Fettgewebe und der Taillenumfang in der experimentellen Testgruppe die eine Aromatherapie-Massage mit 3% ätherischem Öl von Grapefruit erhielt, hatte sich im Vergleich zur Kontrollgruppe reduziert. Das Körperbild in der experimentellen Testgruppe war signifikant besser nach Aromatherapie-Massage mit ätherischem Öl von Grapefruit als in der Kontrollgruppe die nur Traubenkernöl für die Massage verwendet hatte.

Das Fazit dieser Studie
ist nahe liegend. Aromatherapie-Massage mit ätherischem öl von Grapefruit ist eine effektive Intervention zur Reduktion des Unterhautfettgewebes der Bauchregion. Es ist geeignet den Taillenumfang zu reduzieren und das Körperbild bei postmenopausalen Frauen zu verbessern.

Zusammenfassend zeigen die Ergebnisse, dass ätherisches Öl der Grapefruit die Fettverbrennung fördert. Durch seine allgemein anregende Wirkung ist es bestens dazu geeignet in Form von Massagen und Bädern beim Abnehmen zu helfen. Ätherisches Öl der Grapefruit hemmt effizient die Fettneubildung im Unterhautfettgewebe der Bauchregion. Bereits der Duft des ätherischen Öls der Grapefruit beeinflusst durch Neurotransmission im Gehirn die Fettverbrennung im Körper positiv. Die Neuronen des Hypothalamus und entsprechende Signalwege sind an der lipolytischen Reaktion auf  den Duft des ätherischen Öls der Grapefruit beteiligt.

Wer jetzt plant Aromamassagen mit ätherischem Öl der Grapefruit beim Abnehmen als unterstützendes Verfahren anzuwenden, sollte nach dem Einölen nicht in die Sonne oder unter die Sonnenbank gehen. Die Haut regiert empfindlicher als sonst auf die UV-Strahlung mit Rötung (Photosensibilisierung). Das ätherische Öl der Grapefruit wird wie alle ätherischen Öle in der Aromatherapie verdünnt angewendet. Für die Verdünnung von ätherischem Öl der Grapefruit eignet sich z.B. kaltgepresstes Mandelöl.


Herstellung und Anwendung von Grapefruitmassageöl zur Bauchstraffung

 

  

Utensilien:
Ätherisches Öl der Grapefruit 3 ml
Kaltgepresstes Mandelöl 97 ml
Glasbecher und Rührstab
Leeres Gefäß z.B.100 ml Braunglas-Apothekerfläschchen oder Pumpspender

Utensilien zur Herstellung eines Massageöls © Becker


Herstellung:
Man stellt sich eine 3%ige Ölmischung her. Das bedeutet man mischt 3 ml ätherisches Öl der Grapefruit in 97 ml Trägeröl.

Anwendung:
Zwei Mal täglich über sechs Wochen den Bauch evt. auch Oberschenkel und Gesäß einmassieren. Messen Sie zu Beginn Ihren Bauchumfang und nach 6 Wochen!
Aromatherapie-Massage mit ätherischem Öl der Grapefruit ist eine effektive Intervention zur Reduktion des Unterhautfettgewebes der Bauchregion. Es ist geeignet den Taillenumfang zu reduzieren und das Körperbild bei postmenopausalen Frauen zu verbessern.

Allergietest:
Ätherisches Öl der Grapefruit kann bei empfindlichen Menschen Allergien auslösen. Ein Test lohnt sich also, bevor man es zur Körperpflege verwendet. Man mischt 1 Tropfen ätherisches Grapefruitöl in ca. 10 Tropfen Basisöl (zum Beispiel Mandelöl), verreibt es in der Ellenbeuge und falls sich die Haut stark rötet, so verzichtet man auf dieses ätherische Öl im Pflegeprogramm.

Hinweis:
Bitte nur naturreines Öl und keine synthetisches Duftöl verwenden.
Als Trägeröle eignen sich
- Mandelöl (Prunus amygdalus)
- Jojobaöl (simondsia californis)
- Avocadoöl (Persea americana)
Diese fetten Öle sind sehr gut hautverträglich. Sie schleusen die ätherischen Öle und Mischungen durch die Hautschicht bis hin zu den kleinsten Blutkapillaren. Auch diese pflanzlichen Öle haben hautpflegende Eigenschaften.

Arganöl  ist ein wertvolles Öl, das innerlich eigenommen die Gefäße schützt und äusserlich als Massageöl verwendet gegen Cellulite hilft. Es kann auch statt Mandelöl mit dem ätherischen Öl der Grapefruit gemischt werden.
Nicht so gut wie Glasflaschen sind Kunststoffflaschen geeignet, weil sie mit dem ätherischen Öl reagieren können.
Das Massageöl sollte nicht direktem Sonnenlicht ausgesetzt werden und an einem kühlen Ort (nicht direkt über der Heizung) stehen, sonst werden chemische Reaktionen angeregt, ungewünschte Verbindungen entstehen und diese könnten theoretisch die Haut reizen.


Tipp:
Diesen Ingwertee kann man statt mit Zitrone mit Grapefruit und der Schale von Grapefruit zubereiten.



 



[1] (Quelle: The Japanese Journal of Pharmacology , 2002 Nov;90(3):247-53.
Product Development Center, Shiseido Co., Ltd, Hayabuchi, Yokohama, Japan. shinchiro.haze @ to.shiseido.co.jp
[2] (Quelle: Journal of Medicinal Plant and Natural Product Research, 2010 Jul; 76 (10) :950-5. Epub 2010 Feb 8. Shiseido Co., Ltd., Research Center, Yokohama-Shi, Japan. shinichiro.haze@to.shiseido.co.jp)
[3] (Quelle: Journal Neuroscience Letters (2007 Apr 18; 416 (3) :241-6.
Institut für Protein Research, Osaka University, 3-2 Yamada-Oka, Suita, Osaka 565-0871, Japan. jshen@ymp-i.co.jp)
[4] (Quelle: Das internationale Magazin “Taehan Kanho Hakhoe Chi” der Korean Society of Nursing Science, Seoul, Juniausgabe 2001, 37 (4) Seite 603-12)

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