Sonntag, 26. Februar 2012

Duftstein aus Ton

Ein Duftstein ist mehr als Dekoration. Mit ätherischem Öl benetzt können Duftsteine die Raumluft verbessern und je nach Duft eine bestimmte Atmosphäre schaffen, weil Düfte auch direkten Zugang zu unseren Stimmungszentren im Gehirn haben.

Duftsteine können in der ganzen Wohnung, in jedem Raum verteilt werden und dort eine bestimmte Stimmung erzeugen. Je nach Raumnutzung wählt man seinen Lieblingsduft, beispielsweise den beruhigenden Rosenduft für das Schlafzimmer oder den reinigenden Lemongrassduft fürs Badezimmer, je nachdem wie´s einem gefällt.

Sogar in Kleiderschränken können Duftsteine das Lieblingsaroma verströmen. Selbst im Auto kann man einen Duftstein platzieren. Die erfrischende Wirkung von Grapefruitöl kann von der Eintönigkeit längerer Autofahrten ablenken und die Konzentration auf einem höheren Niveau halten.


Kleine Fossil-Spirale, Duftstein aus Ton © Becker
Kleinere Duftsteine werden sparsam mit etwa 3 Tropfen ätherischem Öl beträufelt. Bei größeren können auch 4-5 Tropfen genommen werden. Anschließend dringt das ätherische Öl in das Material ein. Ton wird dadurch vorübergehend an den Stellen wo das ätherische Öl draufgeträufelt wurde dunkel, diese Zeichnung verschwindet aber wieder von selbst. Je länger man Duftsteine verwendet und umso öfter man Duftsteine beträufelt, desto intensiver wird der Duft. Am besten beträufelt man Duftsteine nur mit dem ätherischen Öl einer Sorte.

Herkömmliche, käuflich erwerbliche Duftsteine werden für gewöhnlich in Massen produziert. Dafür wird Gips angerührt und in vorgefertigte Formen gegossen. Auf diese Weise entstehen immer gleich aussehende Duftsteine. Ein Unikat ist ein selbstgemachter Duftstein.

Wenn man Duftsteine selbst herstellen möchte, verwendet man am besten naturbelassene Rohstoffe, ohne synthetische Hilfsmittel, welche die Gesundheit gefährden könnten. Bei Ton handelt es sich um ein Material, das natürlich vorkommt und sich aus feinkörnigen Mineralen zusammensetzt. Tonminerale entstehen an der Erdoberfläche durch Verwitterung von anderen Mineralen oder Gläsern.

Als Rohstoff für Töpferwaren und Keramik wird Ton schon sehr lange genutzt. Bereits im Altertum spielte Ton und erst später Porzellan eine wichtige Rolle im Alltag.

Schon seit Jahrtausenden wird Ton zu therapeutischen Zwecken eingesetzt. Die Heilwirkung wird vor allem den feinkörnigen Schichtsilikaten und deren hoher Adsorptionsfähigkeit zugeschrieben. Diese können die Nährstoffe, die an den Mineraloberflächen gebunden sind, abgeben und gleichzeitig Giftstoffe binden und auf diese Weise neutralisieren.

In Form von Duftsteinen wird Ton indirekt zu therapeutischen Zwecken in der Aromatherapie verwendet. Das Töpfern gehört zu den altväterischen und überaus wichtigen Handwerkskünsten. Heute wird das Töpfern auch zu pädagogischen und therapeutischen Zwecken eingesetzt.

Es gibt kaum einen Gegenstand, der nicht getöpfert werden kann. Der eigenen Kreativität und Fantasie sind keine Grenzen gesetzt. Für Duftsteine muss man sich nicht gleich eine Drehscheibe oder einen Brennofen besorgen, um mit dem Töpfern loslegen zu können. Man bedient man sich der Platten- oder der Wulsttechnik. 



Rose aus Ton mit Naturfarbe angemalt © Becker

Anleitung für getöpferte Rosen

Für das vorhaben Duftsteine zu töpfern wird Ton gebraucht, der selbst an der Luft aushärtet. Zunächst wird für eine Rose etwas Ton zu einer etwa fingerdicken Rolle weiterverarbeitet. Anschließend wird die Tonrolle in Stücke zerteilt.

Für die einzelnen Blütenblätter werden nun die Tonstücke flachgedrückt. Durch die Rollenform ergeben sich runde Blätter, die mit den Fingern jedoch noch etwas nachgearbeitet werden.

Damit die Rose später wie eine echte Rose aussieht, braucht man nun noch eine Teetasse. Jetzt können die Blätter von aussen nach innen in die Tasse gelegt werden. Die einzelnen Blütenblätter werden am Tassenboden leicht angedrückt.
 
Zum Schluss wird die Rose mit den Fingern noch etwas in Form gebracht, indem die Blätter je nach Geschmack etwas auseinandergezogen oder zusammengedrückt werden.



Große Rose, Duftstein aus Ton © Becker

Wem dies zu aufwändig ist, für den gibt es eine leichtere Alternative um seine eigenen Duftsteine zu töpfern. Dafür braucht man eine Form zum Seifengießen. Die Seifenform wird mit ein wenig Spülmittel bepinselt, damit der Ton sich später leicht herauslösen lässt. In die Rosenform wird eine Tonkugel gedrückt. Das Herauslösen erfordert ein wenig Fingerspitzengefühl, um den weichen Ton nicht einzudrücken.

Nun stellt man die getöpferten Duftsteine an einen gut belüfteten Ort zum Trocknen. Spätestens nach einer Woche ist man stolzer Besitzer handgetöpferter Duftsteine. Die Tonrosen wirken noch schöner, wenn man sie mit Wasserfarben aus einem Naturfarbkasten beispielsweise rot oder gelb anmalt. 


Duftsteine sind ein schönes Geschenk oder Mitbringsel. Die allerschönsten Duftsteine sind natürlich immer die Selbstgetöpferten. 

Blattgold Dr.Becker

Blattgold Dr. Becker gibt es jetzt auch auf Youtube:

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen