Sonntag, 26. Februar 2012

Nebenwirkungen ätherischer Öle

In Einzelfällen sind bei der Anwendung ätherischer Öle allergische Reaktionen der Haut und Atemwege aufgetreten. Vor jeder Einreibung mit einem Massageöl das ätherisches Öl enthält, wird daher erst einmal ein Allergietest in der Ellenbeuge durchgeführt.


Manche Menschen reagieren auf den einen oder anderen Inhaltsstoff allergisch. Ätherische Öle sind hochkomplexe Mischungen aus bis zu 800 Einzelbestandteilen. Es kann bei den ätherischen Ölen deshalb durchaus zu Nebenwirkungen kommen, die auf den Inhaltsstoffen beruhen.

Die Möglichkeit dass Nebenwirkungen auftreten können macht ätherisches Öl aber nicht unbrauchbar für die breite Masse. Treten einmal Nebenwirkungen auf, dann bedeutet das der Betroffene sollte das ätherische Öl nicht weiter in seinem Pflegeprogramm verwenden und auf ein anderes ätherisches Öl umsteigen. Eine leichte Allergie oder Hautrötung gehört zu den relativ milden Nebenwirkungen, die ätherische Öle auslösen können.

Beim gewissenhaften Umgang mit ätherischen Ölen wird auch auf die Qualität geachtet. Durch Verfälschung der ätherischen Öle beim Anbau und Panschen bei der Herstellung werden ätherische Öle für medizinische Zwecke unbrauchbar gemacht und die Wahrscheinlichkeit für unerfreuliche Nebenwirkungen erhöht.

Wer mit ätherischen Ölen arbeitet, ist ebenso für die pflichtbewusste Aufbewahrung verantwortlich. Bei unsachgemäßer Lagerung können ätherische Öle vorschnell altern. Teebaumöl oxidiert leicht an der Luft und führt dann zu Hautreizungen. Oxidierte ätherische Öle sind unbrauchbar und gehören in den Mülleimer, nicht in Duftlampen oder auf die Haut.

Viele Zitrusöle machen die Haut für Licht empfindlicher. Aufgrund der Phototoxizität ist es ratsam nach einer Einreibung mit ätherischen Zitrusölen direkte Sonne für einen Tag zu meiden, um Nebenwirkungen wie Hautrötungen.

Es gibt eine Reihe ätherischer Öle, die in der Schwangerschaft, bei Säuglingen und Kleinkindern zu vermeiden sind. In der Schwangerschaft steht meistens entweder eine hormonähnliche Wirkung oder eine menstuations- und wehenfördernde Wirkung spezifischer ätherischer Öle im Vordergrund. Öle mit hohem Thujongehalt sind zu meiden, da Thujon ein Nervengift ist und man nie sicher sein kann, ob der Fötus davon beeinträchtigt werden könnte und weil in entsprechender Konzentration eine abortive Wirkung haben kann.

Beispielsweise sollte reines Fenchelöl aus theoretischen Sicherheitsgründen nicht in der Schwangerschaft,  bei Säuglinge und Kleinkindern gereicht werden, da Estragol enthalten ist. Fenchelöl sollte ohne Rücksprache mit dem Arzt oder Apotheker nicht über länger als 2 Wochen eingenommen werden, da zum einen keine Langzeitstudien vorliegen und zum anderen von reinem, isolierten Estragol – nicht vom ätherischen Fenchelöl – Hinweise auf genotoxische Nebenwirkungen existieren.

Grade im Winter, wenn die Temperaturen wieder unter Null Grad sinken und die Erkältungsviren auf dem Vormarsch sind, ist die Zeit für Duftmischung in der kalten Jahreszeit gekommen. Ein Aromatip für kalte Tage und gegen feuchte Schnupfnasen ist: 3 Tr. Eukalyptus citriodora, 3 Tr. Kampher, 3 Tr. Ravensara in die Duftlampe geben.
Ätherisches Kampferöl findet häufig Verwendung in der kalten Jahreszeit, in der Duftlampe und im Duftbrunnen, denn es ist raumluftreinigend. Ausserdem eignet es sich auch hervorragend für Saunaaufgüsse und Sportmassageöle. Kampfer ist eine flüchtige, aromatische Verbindung. Viele Menschen kennen Kampher als Hauptbestandteil in Mitteln gegen Erkältungen (Tiger Balm).


Reanimationsmaske

Leider ist grade das ätherische Öl von Kampfer nicht frei von Unerwünschten Wirkungen. Es ist es wirklich notwendig dieses unbedingt kindersicher aufzubewahren.
ätherische Öl von Kampfer hat nämlich eine geringe therapeutische Breite. Der eher harmlose Aspekt ist, dass ätherisches Öl von Kampfer in höherer Konzentration auf der Haut Nebenwirkungen wie Rötungen und Irritationenen hervorrufen kann.

Es sind bei unsachgemäßem Gebrauch allerdings schon wirklich bedrohliche Vergiftungserscheinungen mit Übelkeit und zentralnervösen Störungen, die bis hin zu klonischen Krampfanfällen gingen, aufgetreten und zwar nicht nur bei innerer Einnahme, sondern auch bei äußerer Anwendung.

Besonders bei Kindern ist die Gefahr von Vergiftungen bereits bei äußerer Anwendung sehr hoch.
Ätherisches Öl von Kampfer ist nicht für Schwangere, Säuglinge und Kleinkinder geeignet. In Dosen von 20 g wirkt es auf Erwachsene tödlich. Für Kleinkinder liegt die tödliche Dosis bereits bei unter 1g. Es sind Fälle bekannt, in denen die Exposition gegenüber 500 mg ätherisches Öl von Kampfer als Todesursache gereicht hat. Häufiger sind Fälle bei denen es bei einer Dosis von 750 bis 1000 mg unter Entwicklung von Krämpfen zum Tod kam. 



Kanadische Autoren beschreiben die Fälle zweier Kinder, die schwere Vergiftungen nach versehentlicher Einnahme einer geringen Menge von
ätherisches Öl von Kampfer erlitten. Beide Kinder zeigten generalisierte tonisch-klonische Anfälle mit nachfolgender Atemdepression. Die Behandlung bei einer derartigen Kampfervergiftung ist symptomatisch, bestehend aus medikamentöser Anfallskontrolle und künstlicher Beatmung.

In einem anderen Fall wird von einem jungen Kind berichtet, das in Hong Kong lebte und mit einem schweren epileptischen Anfall nach einem Hin-und Rückflug in Paris im Krankenhaus vorgestellt wurde. Die Routine-Labor-Tests gaben zunächst keinen Hinweis auf eine Vergiftung. Auf weitere Nachfragen des Arztes, berichteten die Eltern, dass das Kindermädchen dem Kind eine Bauchmassage mit einer unbeschrifteten Lösung als Mittel gegen Blähungen gegeben hatte. Die toxikologische Analyse dieser Lösung zeigte die Anwesenheit von Kampfer. Dieser Fall unterstreicht, dass ätherisches Öl in fachkundige und professionelle Hände gehören und verweist auf die extreme Gefahr, die für Kleinkinder mit Kampfer verbunden ist, auch wenn es nur über die Haut verabreicht wird.

Derzeit verfügbare Produkte mit 10% Kampfer enthalten 500 mg in 5 ml. Beim
ätherisches Öl von Kampfer entsprechen 500 mg ca. 10 Tropfen. Kleine Dosen kampferhaltiger Produkte wie Hustenbalsams (Tiger Balm) oder in Duftlampen herumstehendes ätherisches Öl von Kampfer sind gefährlich für Kindern unter 6 Jahren. Für sie kann eine Exposition gegenüber geringen Mengen von kampferhaltigen Produkten zu einem lebensbedrohlichen Problem werden. Bei versehentlichem Verschlucken von 500 mg oder mehr ist es ratsam schnell die nächste medizinischen Einrichtung mit dem Kind aufzusuchen.



Quelle:

http://www.bio-naturel.de/primavera/primavera-kampher-china-5-ml/#beschreibung

http://pharm1.pharmazie.uni-greifswald.de/systematik/6_droge/camphora.htm

Theis JG, Koren G. Camphorated oil: still endangering the lives of Canadian children. CMAJ. 1995 Jun 1;152(11):1821-4.

Guilbert J, Flamant C, Hallalel F, Doummar D, Frata A, Renolleau S. Anti-flatulence treatment and status epilepticus: a case of camphor intoxication. Emerg Med J. 2007 Dec;24(12):859-60.

Love JN, Sammon M, Smereck J. Are one or two dangerous? Camphor exposure in toddlers. J Emerg Med. 2004 Jul;27(1):49-54.

1 Kommentar:

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