Sonntag, 26. Februar 2012

Neunkräutersuppe

Die „Neunkräutersuppe“, die  „grüne Neune“, war ein wichtiger Brauch der Germanen und Kelten, um sich mit den wieder erwachenden Frühlingskräften zu verbinden. Drei mal drei Zauberpflanzen - das war die Formel bei Kelten und Germanen, um im Frühjahr den Winter aus dem Körper zu vertreiben und ihn für das neue Jahr zu kräftigen.

Die Redewendung Grüne Neune bzw. Ach du grüne Neune! Ist ein Ausruf der Verwunderung oder des Erschreckens und bezieht sich nicht auf die Neunkräutersuppe. Aller Wahrscheinlichkeit hat diese Redewendung ihren Ursprung in französischen Spielkarten. Die deutsche Pik-Neun entspricht der französischen Gras-Neun, also dem Grünen Neuner bzw. der Grünen Neune. Beim Kartenlegen gilt die Pik Neun als Karte, die nichts Gutes verheißt (schwere Unannehmlichkeiten, Krankheit, Vermögensverluste).

Die Gründonnerstagssuppe ist einer der wenigen Bräuche, die bis heute erhalten geblieben sind. Sie enthält eine Vielzahl gesunder Kräuter, die nach dem Winter für neue Energie sorgen. Da die Gründonnerstagssuppe zudem sehr kalorienarm ist, hilft sie beim Entschlacken und Abnehmen.

Aus den neun Zauberpflanzen, den ersten heilkräftigen wilden Kräutern, wurde eine grüne Suppe mit einer vitalisierenden und entschlackenden Wirkung zubereitet. Von den Christen wurde dieser Brauch im Mittelalter übernommen und bekam seinen festen Platz in der Karwoche am sog. Gründonnerstag.

Da in jeder Gegend andere Kräuter wachsen und sich regional unterschiedliche Rezepte entwickelt haben, sind diese Angaben nur zur Orientierung gedacht. Die Kräuter ergänzen sich nicht nur geschmacklich sehr gut, sondern entfalten im Zusammenspiel auch ihre heilenden Kräfte.

Für die grüne Neune eignen sich z.B. folgende Kräuter:
Taubnessel, Brennnessel, Schnittlauch, Bärlauch, Wegwarte, Sauerampfer, Gänseblümchen, Lauch, Giersch, Löwenzahn, Heilziest, Sauerklee, Wiesenschaumkraut, Gundelrebe, Rauke, Brunnenkresse.

Gänseblümchen Blattgold Dr.Becker ® 

Wer keinen eigenen Garten hat, kann auch folgende frische Kräuter aus dem Geschäft nehmen: Rosmarin, Petersilie, Oregano, Thymian, Dill, Kresse, Schittlauch, Melisse, Minze.

In diesem Video geht es um die Heilpflanze Thymian und ihre Eigenschaften:




Kräuter © Becker
 Zutaten:
1 ½ Esslöffel Butter(ca. 30 g)
2 Esslöffel Vollkornmehl (ca. 40 g)
1- 1,5 Liter Gemüsebrühe
Salz und Pfeffer
Neun Kräuter fein gehackt
Staudensellerie, Frühlingszwiebeln
Creme fraiche

Und so wird’s gemacht:
Neun Kräuter fein hacken. Eine Hälfte für den Kräuterquark beiseite stellen. Staudensellerie und Frühlingszwiebeln klein schneiden und in einem großen Topf mit ca. 2 EL bio-Gemüsebrüheaufkochen.

Gehackte Kräuter © Becker
Gemüsebrühe © Becker
Aus Butter und Mehl etwas Gemüsebrühe wird eine Mehlschwitze hergestellt. Nach und nach wird zur Mehlschwitze die Gemüsebrühe hinzugegeben und mit einem Schneebesen verrührt. Nach Geschmack salzen und pfeffern und alles einmal aufkochen lassen. 
Mehlschwitze © Becker
Mehlschwitze mit Gemüsebrühe © Becker

Die Kräuter hinzufügen, nicht mehr kochen lassen. Verfeinert werden kann die Suppe durch Zugabe von Sauerrahm, der beim Anrichten als weißer Fleck, „ein Rest des Winters“, zum Schluss auf die Suppe gegeben wird. Darauf feingeschnittene Kresse geben und/oder mit Gänseblümchen verzieren. Mit Neunkräuterquark bestrichenes Vollkornbaguette dazu reichen.

Und so wird der Neunkräuterquark gemacht

Neun Kräuter fein gehackt
200g Quark 40% Fettgehalt
500g Magerquark
3 EL kaltgepresstes Olivenöl
2  kleingehackte Knoblauchzehen
Salz und Pfeffer
1 Vollkornbaguette
 
Den Quark mit dem Knoblauch, den Kräutern und dem Olivenöl verrühren und mit Salz und Pfeffer abschmecken. 
 
Neunkräutersuppe mit Neunkräuterquark © Becker
Bon Appétit!


Blattgold Dr.Becker

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