Samstag, 3. März 2012

Teepflanze (Camellia sinensis)

Die Kamelie (Camellia japonica) ist eine bekannte Pflanzen, die wiederum zur Familie der Teestrauchgewächse (Theaceae) gehören. Sie ist in Ostasien beheimatet und eng mit dem Teestrauch verwandt.

Kamelie (Camellia japonica)

Die Teepflanze (Camelliasinensis, Pflanzenfamilie: Theaceae) ist eine Pflanze, aus deren Bestandteilen echter Tee gewonnen werden kann. Tee ist eines der am häufigsten konsumierten Getränke weltweit.

Camellia sinensis - Teestrauch


Herkunft von Tee
Tee gedeiht nur in tropischen und subtropischen regenfeuchten Regionen und entfaltet die besten Aromaqualitäten als Tee in Höhenlagen bis zu 1500m. Tee wurde ursprünglich in China kultiviert und wird heute auch in Zentralasien, Indien, Sri Lanka, Japan, Indonesien, Kenia, Türkei, Malawi und Argenitien angebaut.[1]
Die Blätter des Tees werden medizinisch als Aufguss, Gurgellösung, Waschung und feuchter Umschlag verwendet. Innerlich eingenommen vertreibt Tee Müdigkeit und Antriebslosigkeit.

Inhaltsstoffe von Tee
Die Inhaltsstoffe variieren je nach Pflanzenteil. In den Blättern von Tee sind Coffein, Theobromin, Theophyllin, Catechingerbstoffe, Proanthocyanidine, Flavonolglykoside und freie Phenolcarbonsäuren, Fluoride, Mineralstoffe, flüchtige Stoffe wie Linalool und Geranieol enthalten. [2] Während der Fermentation kommt es zu einer starken Veränderung der Polyphenolfraktion. Die für den schwarzen Tee typischen Aromastoffe entstehen erst durch Fermentation. Tee aus der Pflanze Camellia sinensis kann in grünen Tee, schwarzen Tee und Oolong Tee eingeteilt werden.

Grüner Tee gegen Krebs
Camellia sinensis enthält den Wirkstoff Polyphenol, das eine Untergruppe, bekannt als Catechine hat. Catechine sind starke Antioxidantien. Es wird vermutet, dass Polyphenol aus grünem Tee krebsvorbeugende Wirkung haben. Es gibt begrenzt Beweise dafür, dass grüner Tee die Häufigkeit von Leberkrebs zu reduzieren vermag. Die Studien für Speiseröhren-, Magen-, Dickdarm-, Enddarm und Bauchspeicheldrüsenkrebs sind eher widersprüchlich. Es gab mäßige bis starke Beweise dafür, dass der Konsum von grünem Tee nicht das Risiko des Sterbens an Magenkrebs verringert. Es liegen keine ausreichenden Aussagen über die kebsvorbeugende Wirkung des grünen Tees vor, die ausreichend sind, um konkrete Empfehlungen bezüglich des Konsums von grünem Tee zur Krebsvorbeugung zu geben. Wünschenswert wäre die Einnahme von 3 bis 5 Tassen grünem Tee pro Tag (bis zu 1200 ml / Tag), denn dadurch werden ca. 250 mg / Tag Catechine aufgenommen, die starke Antioxidantien sind. Diejenigen welche grünen Tee genießen, können ihn weiterhin trinken, denn das Trinken von grünem Tee ist bei moderaten, regelmäßigen und gewohnheitsmäßigen Gebrauch sicher und ohne Nebenwirkungen.[3]

Bestandteile der Samen von Tee
Die Blätter von Tee (Camellia sinensis) sind dafür bekannt, dass sie Wirkstoffe wie Catechine und Koffein enthalten. Es wird den Samen nur wenig Aufmerksamkeit geschenkt. Die Bestandteile der Samen und der Blättern des Grünen Tees wurden verglichen. In den Samen wurde Koffein gefunden, während Catechine (in der Regel aus Blättern von grünem Tee gewonnen) nicht gefunden wurden. Hexanextrakte und Methanolextrakte der Samen von Tee enthalten hohe Mengen an Ölsäure Glycerid (79,9%) neben Linol-Glycerid (20%).[4]

Polysacchariden aus der Blüte der Teepflanze (Camellia sinensis)
Auch die Polysaccharide aus der Blüten der Teepflanze (Camellia sinensis) wurden untersucht. Die Ergebnisse legten nahe, dass diese antioxidative, leberzellschützende und antitumorale Aktivitäten besitzen könnten.[5]

Flüchtige Bestandteile der Blüte der Teepflanze (Camellia sinensis)
Flüchtige Geschmackskomponenten der Blüten von Tee (Camellia sinensis) wurden durch zwei Verfahren isoliert, analysiert und verglichen. Zum einen simultanene Destillationsextraktion und zum anderen überkritischen Fluidextraktion. Die Zusammensetzung der flüchtigen Komponenten zeigte je nach Verfahren beträchtliche Unterschiede.

Das durch überkritischen Fluidextraktion gewonnene ätherische Öl der Blüten des Tees enthält Phenylethanol (14,7%), Linalool (7,9%), (E)-Linalooloxid furanoiden (3,5%), Epoxid-Linalool (1,6%), Geraniol (2,3%) und Hotrienol (1,5%) als Hauptkomponenten.
Durch simultanene Destillationsextraktion gewonnenes ätherisches Öl der Blüten des Tees enthielt m-Xylol (2,6%), (E)-Linalooloxid pyranoiden (5,4%), p-Myrcen (5,2%), alpha-cadinol (4,3%) und Methylpalmitat (2,9%) als wichtige Verbindungen.

Bei beiden Methoden wurde Acetophenon und Pheromon Germacren D in den Blüten von Tee gefunden. Der blumige, frische und fruchtige Geruch der Blüten von Tee wurde bei überkritischer Fluidextraktion beibehalten, da es sehr wenig Verlust von wärmeempfindlichen flüchtigen Bestandteile bei diesem Verfahren gibt. Ebenfalls hat der Geschmack bei diesem Isolationsverfahren überlegene Qualität im Vergleich zu Destillationsextraktion.[6]

Gewichtsreduktion durch Blütenknospen von Tee (Camellia sinensis)
Methanolische Extrakte aus den Blütenknospen von Tee zeigten eine hemmende Wirkung auf die Gewichtszunahme bei fettreich gefütterten Mäusen und fettleibigen diabetischen Mäusen. Es wird eine unterdrückende Wirkung des Extraktes auf die Nahrungsaufnahme vermutet, welcher zu dem gewichtsreduzierenden Effekt von Tee aus den Blütenknospen beiträgt. Ein Hauptbestandteil der Blütenknospen von Tee ist Chakasaponin II, das die Mgenentleerung sowie die Nahrungsaufnahme hemmt. Chakasaponin II unterdrückt das Neuropeptid Y, einen wichtigen Regulator des Körpergewichts durch seine Effekte auf die Nahrungsaufnahme und den Energieverbrauch im Hypothalamus. Darüber hinaus verstärkte Chakasaponin II die Freisetzung von Serotonin (5-HT). Diese Befunde legen nahe, dass durch Blütenknospen von Tee die Appetitsignale im Hypothalamus unterdrückt werden und eine Verbesserung der Serotonin Freisetzung bei Labormäusen zu einer reduzierten Nahrungsaufnahme und Gewichtsabnahme führt.[7]

Camellia sinensis (grüner Tee) gegen erhöhte Blutfette
Epidemiologische Studien haben einen Zusammenhang zwischen erhöhten Blutfettwerten und Atherosklerose etabliert. Ernährungstherapie ist ein wesentlicher Punkt in der Präventionsstrategie für Personen, die Risikofaktoren für Atherosklerose haben.

Die Studie umfasste 33 Patienten zwischen 21 und 71 Jahren. Jeder Patient erhielt grüneb Tee (Camellia sinensis) für acht Wochen und Placebo für weitere acht Wochen.
Der grüne Tee wurde in Form von 250-mg-Kapseln
Trockenextrakt von grünem Tee verabreicht. Durch die Einnahme von grünem Tee wurde eine eine 3,9% ige Reduktion der Gesamt-Cholesterin-Konzentrationen und eine 4,5% ige Reduktion des LDL-Cholesterinspiegels hervorgerufen. Eine positive Wirkung von grünem Tee konnte damit gezeigt werden, durch eine signifikanten Reduktion von Gesamtcholesterin und LDL-Cholesterinspiegel bei den untersuchten Patienten innerhalb von nur acht Wochen.[8]

Grüner Tee (Camellia sinensis) Catechine und Gefäßfunktion.
Die gesundheitlichen Vorteile von grünem Tee und den darin enthaltenen Catechinen werden zunehmend anerkannt. Unter den gesundheitlichen Vorteilen sind die Herabsetzung der Gefäßverkalkung (Atherogenese) und die Verminderung des Risikos für Herzkreislauferkrankungen. Ein positiver Effekt der Catechine von grünem Tee auf Gefäße zeichnete sich in Studien ab. Es häufen sich die Hinweise für die positive Wirkung von Epigallocatechin-3-Gallat, eines der häufigsten und am breitesten untersuchte Catechine welche im grünen Tee gefunden werden.[9]

Unerwünschte Wirkungen können in seltenen Fällen bei empfindlichen Personen durch Gerbstoffe in Form von Magenbeschwerden auftreten. In höherer Dosierung führt Tee durch den Gehalt an Coffein und Theobromin zu Herzklopfen, Schlafstörungen und Nervosität.


[1] Schrott, Ammon. Heilpflanzen der ayurvdischen und der westlichen Medizin. Eine Gegenüberstellung. Springer Verlag, 1. Auflage 2012, S.178.
[2] Schrott, Ammon. Heilpflanzen der ayurvdischen und der westlichen Medizin. Eine Gegenüberstellung. Springer Verlag, 1. Auflage 2012, S.178.
[3] Boehm K, Borrelli F, Ernst E, Habacher G, Hung SK, Milazzo S, Horneber M. Green tea (Camellia sinensis) for the prevention of cancer. Cochrane Database Syst Rev. 2009 Jul 8;(3):CD005004.
[4] Hasegawa T, Akutsu K, Kishi Y, Nakamura K. Constituents of the green tea seeds of Camellia sinensis. Nat Prod Commun. 2011 Mar;6(3):371-4.
[5] Xu R, Ye H, Sun Y, Tu Y, Zeng X. Preparation, preliminary characterization, antioxidant, hepatoprotective and antitumor activities of polysaccharides from the flower of tea plant (Camellia sinensis). Food Chem Toxicol. 2011 Oct 19. [Epub ahead of print]
[6] Joshi R, Poonam, Saini R, Guleria S, Babu GD, Kumari M, Gulati A. Characterization of volatile components of tea flowers (Camellia sinensis) growing in Kangra by GC/MS. Nat Prod Commun. 2011 Aug;6(8):1155-8.
[7] Hamao M, Matsuda H, Nakamura S, Nakashima S, Semura S, Maekubo S, Wakasugi S, Yoshikawa M. Anti-obesity effects of the methanolic extract and chakasaponins from the flower buds of Camellia sinensis in mice. Bioorg Med Chem. 2011 Oct 15;19(20):6033-41. Epub 2011 Aug 25.
[8]Batista Gde A, Cunha CL, Scartezini M, von der Heyde R, Bitencourt MG, Melo SF. Prospective double-blind crossover study of Camellia sinensis (green tea) in dyslipidemias. Arq Bras Cardiol. 2009 Aug;93(2):128-34.
[9] Moore RJ, Jackson KG, Minihane AM. Green tea (Camellia sinensis) catechins and vascular function. Br J Nutr. 2009 Dec;102(12):1790-802.

Kommentare:

  1. super-übersicht! nicht zu vergessen das wunderbare fette öl das aus den samen in den äpfelchen-ähnlichen früchten gepresst wird, in japan als tsubaki-öl bekannt, wird es weit verbreitet zur schönheitspflege verwendet und auch in der küche, es ist reich an einfach ungesättigter ölsäure, sozusagen das olivenöl japans.

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