Montag, 3. Dezember 2012

Zimtkuchen

Damit Plätzchen auch so richtig nach Weihnachten schmecken darf Zimt nicht fehlen. Damit die Zimtkuchen besonders aromatisch schmecken empfiehlt es sich Zimtstangen zu kaufen und erst kurz vor dem Backen den Zimt in einer Zimtmühle zu mahlen oder (wie ich es getan habe) im Mörser zu zerkleinern. Es ist eine besondere Erfahrung Zimt klein zu mörsern, denn man braucht Geduld bis das Holz klein geworden ist (Zu richtigem Zimtpulver wurden die Zimtstangen erst im Mixer). Zimtrinde enthält 0,5-2,5 % ätherisches Öl. Gekauftes Zimtpulver enthält weniger ätherisches Öl, weil die Rinde bereits aufgebrochen wurde und das ätherische Öl sich verflüchtigt, wenn Zimtpulver nicht aromageschützt verpackt wird.


Zimtstangen im Mörser
Blattgold Dr.Becker ®

Frisches Zimtpulver im Mörser
Blattgold Dr.Becker ®



Die Wirkung von Zimt
Beim Plätzchen backen wird Zimt lediglich in einer Dosierung verwendet, die das Plätzchen schmackhaft macht. Zimt wirkt antibakteriell und fördert die Speichel- und Magensaftproduktion. Es wird als Mittel bei Appetitlosigkeit und leichten krampfartigen Magen- und Darmbeschwerden eingesetzt. Zimt lindert auch Völlegefühl und Blähungen. Die Tagesdosis um diese medizinische Wirkung zu erreichen wären 2 – 4 Gramm. Soviel ist in einer normalen Portion Plätzchen nicht enthalten. Eine Zimtstange wiegt etwa 3 Gramm.

Unterschiede bei Zimt
Der Ceylonzimt hat gegenüber dem chinesischen Cassia-Zimt ein runderes Aroma. Außerdem enthält Ceylonzimt weniger Cumarin, ein Aromastoff, der die Leber schädigen kann, wenn man regelmäßig zu viel davon isst.  Ceylonzimt gibt es meistens in Bio-Läden und Apotheken im Sortiment. Er wird seltener im Handel angeboten. Ich habe zum Backen den chinesischen Zimt verwendet, was auch nicht schlimm ist.


Zimtkuchen
Blattgold Dr.Becker ®


Rezept für Zimtkuchen
Ich habe die Zimtkuchen nach einem alten Rezept aus dem 19. Jahrhundert gebacken. Da ich keine Zitrone hat, habe ich stattdessen eine Mandarine verwendet. Chen Pi – Mandarinenschale wird in der Traditionellen chinesischen Medizin zur Beruhigung und als mildes Mittel bei Magen- und Darmbeschwerden eingesetzt. In China wird beim Mandarinenanbau intensiv gespritzt, weshalb ca. 80% der TCM-Ware am Markt mit Pflanzenschutzmitteln belastet ist! Zu befürworten ist daher nur geprüfte Ware aus dem Bioladen oder der Apotheke, welche die Grenzwerte einhält.  In der Aromatherapie ist die beruhigende Wirkung des ätherischen Öls welches in der Schale der roten Mandarine enthalten ist sehr gut bekannt. Es wird gerne zur Entspannung bei Kindern und Erwachsenen eingesetzt.

Rezept für Zimtkuchen
Blattgold Dr.Becker ®

Zimt und Zucker werden im Mixer fein gehexelt, statt den Zucker mühsam zu "zerstoßen". 
Blattgold Dr.Becker ®

Mandarinenschalenabrieb wird dem Teig hinzugefügt
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Fertiger Teig
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Zimtkuchen im Ofen
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Zimtkuchen
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Fazit
Die Zimtkuchen werde ich dieses Jahr vor Weihnachten nochmal backen, denn sie schmecken sehr keksig, süß und zimtig. Die Zimtkuchen lassen sich erst nach dem vollständigen Erkalten gut vom Backpapier lösen, vorher bleibt die Plätzchenunterseite am Backpapier kleben. Das Rezept ergibt etwa drei Bleche voll Zimtkekse, die sich allerdings sehr schnell in Luft auflösen, das liegt vielleicht an dem ätherischen Öl in den Keksen ;)






Blattgold Dr.Becker ®



Kommentare:

  1. Hmmmm, klingt lecker.
    Ich mag den Geschmack nach Zimt sehr gern.


    Liebe Grüße
    Nula

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  2. Liebe Michaela,
    wieder sehr interessante Infos zum Zimt :-)
    Die Plätzchen sehen lecker aus.
    Zimt in der Weihnachtszeit
    ist einfach der schönste Duft :-)
    Ganz viele liebe Grüße Urte

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  3. puh! sechs eidotter und zwei ganze eier, das ist aber ganz schön üppig! ob das mit weniger ei auch klappt? ich mahle die gewürze auch gern selbst, allerdings ganz bequem in einer ausgedienten kaffeemühle. klappt bestens und geht ganz fix.
    lieben gruß,
    susi

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  4. oHA - ein altes Rezept, recht reichhaltig. Klingt lecker.
    Ich hab auch einige Kekse gebacken und bin immer noch dabei, weil sie immer ruckizucki weggefuttert werden.
    Ich hab auch den Zimt gemörsert. Ist doch eine tolle Erfahrung. Die harte Arbeit und dann die Belohnung - dieser Duft!
    LG Heidi

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