Freitag, 26. Oktober 2012

Jasmin-Vanille Tee

Über Vanille und Jasmin sowie ihre Wirkung als Anti-Aging Mittel aufgrund ihrer Antioxidantien habe ich letztens schon einiges geschrieben. Diese außergewöhnlich lieblich duftenden, aromatischen Heilpflanzen können zum würzen oder auch für Tees verwendet werden. Da ich gerne meine eigenen Teemischungen kreiere und von diesem würzigen Jasmin-Vanille Tee ganz entzückt bin, möchte ich das Rezept teilen:


Jasmin-Vanille Tee
Blattgold Dr.Becker ®

Zutaten:
1 Teelöffel gehobelte Vanilleschote
eine handvoll Jasminblüten
1 Messerspitze Ingwerpulver oder 3 Scheiben frischer Ingwer
20 Körner weißer Pfeffer
3 Nelken
200 ml frische Vollmilch
1 Liter kochendes Wasser

Zutaten für Jasmin-Vanille Tee
Blattgold Dr.Becker ®

Die Pfefferkörner und die Nelken werden zusammen in einem Mörser zerstoßen. Ich empfehle frischen Ingwer für den Tee zu verwenden, denn dieser verleiht dem Tee eine milde Schärfe. Alle Gewürze werden in ein Teesieb gegeben und mit kochendem Wasser übergossen. Dem Tee werden 10 Minuten Zeit gelassen, damit die Geschmacksstoffe sich im Wasser lösen können. Anschließend wird der Tee mit Milch serviert.



Jasmin-Vanille Tee Blattgold Dr.Becker ®


Pfeffer enthält eine große Anzahl von entzündungshemmenden Stoffen und schützt vor oxidativen Schäden. Die Antioxidantien des Jasmin und der Vanille dürften auch eine gewisse Anti-Aging Wirkung auf den Körper ausüben. Übrigens handelt es sich bei den Zutaten (Jasmin, Vanille, Ingwer, Pfeffer, Nelken) um klassische Aphrodisiaka der Ayurveda Medizin. Von dem Tee kann man aber problemlos täglich eine ganze Kanne genießen ohne unerwünschte Wirkungen zu spüren. 

Blattgold Dr.Becker ®

Donnerstag, 25. Oktober 2012

Heilpflanzen der Ahnen

Wenn das Stichwort Heilpflanzen fällt, bringen viele dies mit Klosterheilkunde und Hildegard von Bingen in Verbindung. Manch einem sagt auch der Name Avicenna etwas. Ibn Sina (lat. Avicenna, 980-1037) schrieb ein medizinisches Lehrbuch „Canon medicinae“ das bis in die frühe Neuzeit richtungsweisend für Heilkundige blieb. Diese alten Heilpflanzenkundigen sind heute noch bekannt, weil ihre Werke schriftlich überliefert wurden. Doch welche Heilpflanzen nutzen die Ahnen in Zeiten aus denen keine schriftlichen Zeugnisse überliefert sind? In Nordosteuropa wurden vor 8000 Jahren Heilpflanzen genutzt, die heute nach wie vor verwendet werden.

Heilpflanzen als Siedlungsanzeiger 
Analysen der Umwelt vorgeschichtlicher Kulturen durch Pollendiagramme von erloschenen Siedlungen in Mecklenburg-Vorpommern haben verschiedene Heilpflanzen und weitere archäologische Siedlungsanzeiger identifiziert. Bereits in den Phasen der ersten menschlichen Besiedlung in der älteren Mittelsteinzeit um 6000 v. Chr. kultivierten die Menschen Pflanzen welche ihnen unmittelbaren Nutzen brachten, in der Nähe ihrer Siedlungen. Sowohl der Ernährung dienende Pflanzen als auch Heilpflanzen wurden in wissenschaftlichen Studien erfasst.

Menschen in der Mittelsteinzeit 
Die Menschen, die einst in Nordostdeutschland siedelten, sind Heilpflanzen vegetationsgeschichtlich seit der Klimaphase der frühen Wärmezeit des Boreals, d. h. in der älteren Mittelsteinzeit um 6000 v. Chr., begegnet. An den Küsten der jungen „Ostsee“ entfaltet sich damals im jüngeren Altlantikum eine spätmesolithische Kultur. Diese Menschen stellten bereits einfache Feuersteingeräte her, wie Funde belegen. Durch Ausgrabungen erschlossene Siedlungen sprechen dafür, dass die Bevölkerung in der Mittelsteinzeit in kleinen Gruppen lebte. An den Fundstellen ergeben sich in Pollendiagrammen besonders hohe Werte von pflanzlichen Siedlungszeigern, insbesondere der Pflanzengattungen Artemisia und Chenopodiaceae.“1


Heilpflanzen der Ahnen
Die unterschiedlichen Gewächse in der Nähe der menschlichen Siedlungen wurden wahrscheinlich damals schon als Nutz- bzw. Heilpflanzen verwendet. In Pollendiagrammen spiegelt sich das Auftreten der folgenden Pflanzen wieder2:
Artemisia. Artemisia ist eine Pflanzengattung in der Familie der Korbblütler (Asteraceae). Einzelne Arten sind beispielsweise Beifuß, Wermut, Stabwurz oder Edelraute.


Wermut (Artemisia absinthium) Blattgold Dr.Becker ®

Chenopodiaceae. Die Fuchsschwanzgewächse (Amaranthaceae) sind eine Familie in der Ordnung der Nelkenartigen (Caryophyllales) innerhalb der Bedecktsamigen Pflanzen (Magnoliopsida). Einige Arten, wie etwa der Spinat (Spinacia oleracea) oder Kulturformen der Rübe (Beta vulgaris) (z. B. Rote Rübe, Mangold), werden als Gemüsepflanzen genutzt.
Calluna. Die Besenheide (Calluna vulgaris), auch Heidekraut genannt, ist die einzige Pflanzenart der Gattung Calluna, die zur Familie der Heidekrautgewächse (Ericaceae) gehört. Die Besenheide stellt in der Imkerei eine wichtige Bienenweide dar. Die Besenheide könnte als Bienefutterpflanze verwendet worden sein. Honig ist vielfältig nutzbar. Honig macht Dinge haltbar und besitzt eine antimikrobielle Wirkung. Seit ältester Zeit stellten Menschen, die über ausreichend Honig verfügten, Met her. Die Verwandlung von Honigwasser in Met mit der berauschenden Wirkung des Alkohols machten den Met in der germanischen und nordischen Mythologie zum Trank und Geschenk der Asen (Götter). Mit den verschiedensten Zutaten hergestellt und vermischt, wurde der Met gegen die unterschiedlichsten Krankheiten verwendet.6


Calluna vulgaris

Utricales. Eine weitere Pflanzengruppe aus steinzeitlichen Siedlungen sind die früher als eigene Ordnung Urticales zusammengefassten Familien der Ulmengewächse (Ulmaceae), Hanfgewächse (Cannabaceae) und Brennesselgewächse (Urticaceae).7 Die Brennnessel wird bei Erkrankungen der Harnwege als harntreibendes Mittel und bei rheumatischen Beschwerden zur Begleittherapie eingesetzt. Die Brennessel ist auch ein beliebter Bestandtteil von Frühjahrskuren. Die Blätter werden als Tee getrunken und sie ist Bestandteil der Grünen Neune.


Große Brennnessel (Urtica dioica)
Blattgold Dr.Becker ®

Der bekannteste Vertreter der Cannabaceae ist der Echte Hopfen und wird zum Bierbrauen verwendet. Als Heilpflanze schätzt man Hopfen wegen der beruhigenden und einschlaffördernden Wirkung. 

Echter Hopfen (Humulus lupulus) Blattgold Dr.Becker ®

Plantago lanceolata. Spitzwegerich (Plantago lanceolata), auch Spießkraut, Lungenblattl oder Schlangenzunge genannt, ist eine Pflanzenart, die zur Familie der Wegerichgewächse (Plantaginaceae) gehört. Das Wort Wegerich entstammt dem Althochdeutschen von wega = Weg und rih = König. Zur Herstellung von Teeaufgüssen zur Behandlung von Erkältungen werden die oberirdischen Pflanzenteile gesammelt und getrocknet. Für Spitzwegerichsaft presst man die frischen Blätter aus. Für Spitzwegerichsirup kocht man die Blätter und Blüten zusammen mit Zucker und/oder Honig.8

Spitzwegerich (Plantago lanceolata) Blattgold Dr.Becker ®

Rumex acetosella. Der Kleine Sauerampfer (Rumex acetosella) ist eine Pflanzenart aus der Gattung der Ampfer (Rumex). Sauerampfer ist ein essbares Wildgemüse.

Frühe Nutzung von Heilpflanzen
Das Neolithikum ist die letzte Epoche der Steinzeit mit Beginn im 6. Jahrtausend v. Chr. in
Europa. In Mecklenburg-Vorpommern lebten die Menschen auf diese Stufe der Entwicklung  grösseren dörflichen Siedlungen mit mehrjährig bewohnten Häusern. Sie bauten bereits Kulturpflanzen an und trieben die Domestikation von Tieren voran.3 Der Nachweis von Getreidepollen und regelmäßiges Auftreten von Siedlungsanzeigern wie die Pflanzengattungen Plantago, Artemisia, Rumex und Calluna dokumentieren eine menschliche Kultur in Nordostdeutschland.4 Die aufgezählten Siedlungsanzeiger sind Nutz- oder Heilpflanzen, was nicht einfach mit dem Zufall zu erklären ist.5 Die Menschen lernten die sie umgebende Natur zu nutzen, um sich darin zu behaupten. Sie suchten und brachten für ihre Versorgung mit Nahrung  geeignete, wertvolle Pflanzen aus der wilden Natur in ihre Nähe, aber auch Heilpflanzen. In der Umgebung ihrer Siedlungen bauten sie Nutzpflanzen an. Das Wissen dieser Zeit über Heilpflanzen und ihre Verwendung ist natürlich nicht schriftlich überliefert worden. Somit ist nichts über die Art der Anwendung, die Dosierungen und Anwendungsgebiete bekannt. Vieles ist wahrscheinlich in Vergessenheit geraten. Es besteht aber kein Zweifel daran, dass die Ahnen des modernen Menschen intelligent waren und somit schlau genug waren, die Heilpflanzen ihrer Umgebung geschickt für Heilzwecke zu nutzen. Bemerkenswert ist, dass die Heilpflanzen der Ahnen wie Brennessel, Hopfen, Spitzwegerich und Wermut noch heute genutzt werden. Das sollte doch Kritiker die Heilpflanzen als unwirksames Unkraut ablehnen zum Nachdenken bringen.




Quellen:
1 Brockhaus Enzyklopädie in vierundzwanzig Bänden, Neunzehnte völlig neu bearbeitete Auflage. Bd.14.
S.684. F.A. Brockhaus GmbH, Mannheim 1991.
2 Lange, Elisabeth. Botanische Beiträge zur mitteleuropäischen Siedlungsgeschichte – Ergebnisse zur
Wirtschaft und Kulturlandschaft in frühgeschichtlicher Zeit. S. 43. In: Schriften zur Ur- und Frühgeschichte 27.
Akademie-Verlag, Berlin, 1971.
3 Brockhaus Enzyklopädie in vierundzwanzig Bänden, 19. völlig neu bearbeitete Auflage. Bd.11. S.685. F.A.
Brockhaus GmbH, Mannheim 1991.
4 Vgl. : Fukarek, Franz/ Henker, Heinz. Flora von Mecklenburg-Vorpommern, Farn- und Blütenpflanzen. S.50.
Weissdorn-Verlag, Jena, 2006.
5 Vgl. Kapitel 3.6 Die gegenwärtige Arzneiflora von M-V.
6 http://de.wikipedia.org/wiki/Met#Met_als_Heilmittel
7 http://de.wikipedia.org/wiki/Anemophilie
8 http://de.wikipedia.org/wiki/Plantago_lanceolata

Montag, 22. Oktober 2012

Jasmin im Ayurveda und neueste Erkenntnisse

Jasmin (Jasminum sambac) Blattgold Dr.Becker ®

Auf meiner Fotosafari durch den Botanischen Garten Berlin freute ich mich sehr über einen blühenden Jasmin im Großen Gewächshaus bei den tropischen Nutzpflanzen. Dieser Jasmin duftete herrlich. Bei dem wohlriechenden Jasmin vor der Kameralinse handelte es sich um die Art Jasminum Sambac. 



Jasmin (Jasminum sambac) Blattgold Dr.Becker ®

Jasmin (Jasminum sambac) Blattgold Dr.Becker ®

Letztens schmeichelte mir in der Gärtnerei der Duft der weißen Blüten eines Zimmerjasmin um die Nase. Dieser
Jasmin war etwas Besonderes! Der angebotene Jasmin duftete nicht nur bezaubernd, sondern es handelte sich um den echten Jasmin (Jasminum officinale). Ich kam nicht drum herum diesen Jasmin zu kaufen. Ich freue mich sehr über das zarte Parfum der Jasminblüten das nun bei uns zu Hause durch das Wohnzimmer zieht.  


Jasmin (Jasminum officinale) Blattgold Dr.Becker ®

Allgemeines über Jasmin
In der Parfumerie gehören der Jasmin sambac und der Jasmin grandiflorum zu den stärksten ätherischen und berauschenden Düften der Welt. Jasmin ist einer der intensivsten und bekanntesten Düfte überhaupt. Für die Gewinnung von ätherischem Öl und der Blüten (Flores Jasmini) für medizinische Tees werden die Arten Jasminum officinalis und Jasminum grandiflorum verwendet. Folglich könnte ich aus den weißen Jasminblüten meines Zimmerjasmins Tee zubereiten. Jasmin gehört zur Pflanzenfamilie der Oleaceae (Ölbaumgewächse). Ursprünglich stammt Jasmin hauptsächlich aus Indien und China, wo die wertvollen Öle seit Jahrhunderten für Aromatherapie und für zeremonielle Rituale verwendet werden. Heutzutage wird Jasmin in den Mittelmeergebieten kultiviert, besonders in Südfrankreich. 


Jasmin (Jasminum officinale) Blattgold Dr.Becker ®


Gewinnung des ätherischen Öls vom Jasmin  
Hauptsächlich wird die Extraktion der Blüten und Knospen als Verfahren verwendet. Eine Studie verglich verschiedene Extraktionsmethoden  (Wasserdampfdestillation, Extraktion mit Lösungsmitteln und Enfleurage) zur Gewinnung von ätherischem Öl aus den Blüten von Jasminum sambac miteinander. Das Ergebnisse des Vergleichs legt nahe, dass der Duft des ätherischen Öls vom Jasmin das mittels Enfleurage erhalten wird, den frischen Blüten am nächsten kommt.[1] 





Verwendung des ätherischen Öls vom Jasmin 


Das blumige, ätherische Öl vom Jasmin ist in Parfums eine Herznote. Das ätherische Jasminöl hat eine intensive Aromastärke, es duftet betörend und berauschend. Der Duft ist mit der indischen Kultur in Form von Spiritualität, Tradition und auch der indischen Kräutermedizin, dem Ayurveda, stark verbunden. Das ätherische Öl ist rötlich bis tiefbraun mit goldenen Nuancen. Vor einiger Zeit habe ich mir ein Fläschchen des kostbaren ätherischen Öls vom Jasmin zugelegt. In meinen Ölmischungen und Cremes ist dieses luxuriöse ätherische Öl schon ein paar Mal zum Einsatz gekommen. Wegen seiner Radikalfängereigenschaften ist das ätherische Öl fürs Anti-Aging prädestiniert. Für als Aphrodisiakum gedachte Massageöle ist es ebenfalls wie geschaffen.



Chemische Bestandteile der Blüten des Jasmin  

Die Blüten des Jasmin enthalten das Alkaloid Jasminin, ätherisches Öl oder auch Oleum Jasmini mit den Hauptbestandteilen Benzylacetat und Linalool. Ausserdem kommen in den Blüten Salicylate vor. Salicylsäure wirkt fiebersenkend entzündungshemmend, schmerzlindernd, antirheumatisch und antibakteriell. Inhaltsstoffe des Oleum Jasmini (ätherische Öl der Knospen) sind Benzylacetat (ca.65%), Linalool (ca.15%), Linalylacetat (ca.7,5%), Benzylalkohol (ca.6%), Indol (ca.3%) und Anthranilsäurmethylester (ca. 0,5%).[2] 



Getrocknete Jasminblüten (Jasmini Flos) Blattgold Dr.Becker ®

Legenden über ätherisches Öl von Jasmin
 

Über die Wirkungsweise und die Verwendung kursieren im Internet aber auch teilweise falsche Angaben die Aufklärung erfordern. Ein Grund mehr sich das ätherische Öl vom Jasmin gründlicher anzuschauen.

Legende Nr.1: Jasminöl wirkt wie Valium 

Die RUB schrieb in einem Pressebericht fälschlicherweise in die Überschrift „Betäubender Duft: Jasmin als Valiumersatz“. Im Text steht dann aber „Statt Schlaftablette oder Stimmungsaufheller könnte auch eine Nase Jasminduft aus Gardenia jasminoides helfen.“ Den Pressebericht der RUB findet man im Internet unter diesem Link: Pressebericht der RUB. Hierbei handelt es sich um eine Verwechslung von Gardenia jasminoides mit echtem Jasmin (Jasminum officinale). Die Gardenie (Gardenia jasminoides) gehört zur Familie der Rötegewächse (Rubiaceae). Jasmin (Jasminum officinale) ist eine ganz andere Spezies und gehört zu der Pflanzenfamilie der Oleaceae (Ölbaumgewächse).

Legende Nr.2:
Jasminum sambac ist nicht medizinisch wirksam

In der Datenbank von Pubmed konnte ich gleich zwei aktuelle Studien über Jasminum sambac und Aromatherapie finden. Eine thailändischen Studie des Institutes für Pharmazeutische Chemie der Universität Srinakharinwirot untersuchte die Wirkung von Aromatherapie-Massage mit ätherischem Öl der Sorte Jasminum sambac auf den Menschen. Im Vergleich zu Placebo verursachte ätherisches Öl vom Jasmin der Sorte Jasminum sambac eine Zunahme der Atemfrequenz, Sauerstoffsättigung des Blutes und des Blutdruckes, was eine Steigerung der Erregung des autonomen Nervensystems kennzeichnet. Auf der emotionalen Ebene, bewerteten Teilnehmer in der Jasmin-Gruppe sich als wacher, kräftiger und aufmerksamer als Testpersonen in der Placebogruppe. Die Ergebnisse der Studie deuten darauf hin, dass Jasmin (Jasminum sambac) eine Zunahme der subjektiv gefühlten Erregung verursacht. Zusammenfassend weisen die Ergebnisse auf die stimulierende und aktivierende Wirkung des ätherischem Öls von Jasminum sambac hin und liefern Belege für die Verwendung in der Aromatherapie zur Linderung von Depressionen und zur Hebung der Stimmung beim Menschen.[3] 
Eine weitere Studie testete die antibakterielle Aktivität von ätherischem Öl aus den Blüten von Jasminum sambac gegen das Bakterium Escherichia coli. Die Aktivität des ätherischen Öls war bakterizid und wahrscheinlich ist der Wirkmechanismus auf die Hemmung der Zellmembransynthese der Bakterien zurückzuführen.[4] In Indien wird auch die Jasmin-Sorte Jasminum sambac für die Herstellung von hochwertigen ätherischen Ölen für die Aromatherapie verwendet.[5] Zusammengefasst wirkt Jasminum Sambac bakterizid[6], stimulierend und aktiviernd[7], kann zur Linderung von Depressionen eingesetzt werden und ist stimmungshebend[8]

Anwendung vom Jasmin im Ayurveda
Hierbei handelt es sich nicht um nachgewiesene Wirkung, sondern um traditionelle Medizin. Jasminblüten werden im Ayurveda dazu verwendet, das innere Gleichgewicht zu stärken. Ebenso wird Jasmin bei emotionalen Störungen und zur Linderung von Angst eingesetzt. Die Blüten des Jasmin öffnen das Herz-Chakra und verleihen ein Gefühl der Liebe. Die Blüten sind nervenstärkend, blutstillend, harntreibend, ein Umstimmungsmedikament, Aphrodisiakum, emmenagog (menstruationsfördernd). Jasmin ist bei der Behandlung von übermäßiger Monatsblutung nützlich und es ist ein wirksames Aphrodisiakum. Jasminblüten sind gut gegen Stress, "burn out", Schlaflosigkeit und Depression. Jasmin heilt die Leber bei Hepatitis und Leberzirrhose. Jasmin hilft Entzündungen der Haut und Schleimhaut zu reduzieren. Äußerliche Waschungen der Augen mit einem kalten Aufguss lindern Brennen und Irritation der Augen. Das ätherische Öl ist gut für die Ohren und das Gehör. Einige traditionelle Anwendungen aus dem Ayurveda wurden inzwischen teilweise durch wissenschaftliche Studien bestätigt. Beispielsweise gibt es Hinweise darauf, dass Jasmin das Hepatitis B Virus hemmen kann. Andere Studien haben die antientzündlichen und hautpflegenden Eigenschaften bestätigt worauf im Text noch eingegangen wird (siehe weiter unten).


Antioxidadive Wirkung von Jasmin
Dem ätherische Öl von Jasminum officinale werden hervorragende Radikalfänger-Eigenschaften zugeschrieben. Die wichtigste Verbindung mit hoher antioxidativer Aktivität im Jasminum officinale ist das Benzylacetat.[9] Zu diesem Ergebnis kam auch eine Studie über die Blüten von Jasminum grandiflorum. Die Blüten von Jasminum grandiflorum haben ebenso wie das ätherische Öl von Jasminum officinale ein hohes antioxidatives und brustkrebsprotektives Potenzial. Jasmin kann somit als ein Anti-Aging Mittel bezeichnet werden. Jasminum grandiflorum verbessert das antioxidative Abwehrsystem und besitzt zudem eine potente, chemopräventive Wirksamkeit gegen die Bildung von Brusttumoren (Mamma-Karzinogenese).[10]

Magenschutz und antioxidative Aktivitäten der Blätter von Jasminum grandiflorum
Eine Studie zielte auf die magenschleimhautschützenden und antioxidativen Aktivitäten von 70%igem ethanolischen Auszug von Blättern von Jasminum grandiflorum ab. Die Menge an produzierter Magensäure konnte im Versuch durch Jasmin verringert werden. Die Ergebnisse legen nahe, dass Blätter von Jasminum grandiflorum eine Antiulkuswirksamkeit besitzen, was auf einen antioxidativen Wirkmechanismus zurückzuführen ist.[11]

Blätter von Jasminum grandiflorum verringern oxidativen Stress und Entzündungen
Die Blätter von Jasminum grandiflorum werden im Ayurveda für die Wundversorgung verwendet. Oxidativer Stress und Entzündungen sind die primären Ursachen für verzögerte Wundheilung. In einer Studie wurden die antioxidativen und entzündungshemmenden Wirkungen untersucht. Die genannten Antientzündliche Wirkung der Blätter von Jasminum grandiflorum ist wahrscheinlich mit dem hohen Phenolgehalt (2,25 ± 0,105 mg / l Gallussäure-Äquivalent) assoziiert.[12]

Wundheilung
Der Einfluss des Blüten-Extraktes von Jasminum grandiflorum wurde tierexperimentell auf seine Wundheilungsaktivität in einer Dosis von 250 mg / kg Körpergewicht untersucht. Bei mit Jasmin-Extrakt behandelten Wunden kam es zu einer schnelleren Epithelisierung, d.h. Überwachsen der Wunde mit Hautzellen, im Vergleich zu Kontrollen. Histologische Studien des Gewebes am Tag 10 zeigten ein besser organisiertes Kollagen, Fibroblasten und weniger Entzündungszellen im Vergleich zu Kontrollen. Die Befunde legen nahe, dass der Einsatz von Jasminum grandiflorum Blüten-Extrakt bei der Wundpflege zur Verbesserung der Wundheilung gerechtfertigt ist.[13]
 

Blutdruck und Herz
ACE-Hemmer sind Arzneistoffe, die in der Therapie des Bluthochdruckes (Hypertonie) und der chronischen Herzinsuffizienz Anwendung finden. In einer Studie gelang die Isolierung eines Stoffes der in Jasminum grandiflorum gebildet wird und wie ein ACE-Hemmer wirkt. ACE-Hemmer werden im Ayurveda in Kerala aus Jasminum azoricum und Jasminum grandiflorum hergestellt.[14]
 



Jasmin (Jasminum officinale) Blattgold Dr.Becker ®




Antivirale Wirksamkeit gegen das Hepatitis B-Virus
Jasminum officinale L. var. grandiflorum wird in der TCM (traditionelle chinesische Medizin) im Süden von China zur Behandlung von Hepatitis eingesetzt. Phytochemische Studien zeigten, dass Secoiridoidglykoside die typischen Bestandteile dieser Pflanze sind. Eine Studie wurde durchgeführt, um die Wirkung von Oleuropein aus den Blüten von Jasminum officinale L. var. grandiflorum auf die Vermehrung des Hepatitis B Virus zu bewerten. Weitere Untersuchung als mögliches Therapeutikum für Hepatitis B Virus-Infektionen sollten aufgrund der ersten positiven Ergebnisse dieser Studie angestrebt werden.[15]

Dosierung von Jasmin
5-30g getrocknete Blumen / Tag als Tee oder 5 Tropfen ätherisches Öl in einer Duftlampe zur Aromatherapie.[16]

Fazit
Aufgrund seiner phytochemischen Eigenschaften darf Jasmin in keinem Mittel fürs Anti-Aging fehlen. Der betörende und erbauende Duft des Jasmin ist als Aphrodisiakum im Ayurveda bekannt. Ätherisches Öl vom Jasmin wirkt stimulierend, aktivierend und stimmungshebend, damit schafft es die Grundvoraussetzungen für eine leidenschaftliche intime Begegnung. Ätherisches Öl vom Jasmin wirkt also keineswegs wie Valium oder eine Schlaftablette, sondern beflügelt Körper und Seele. 




Blattgold Dr.Becker ®


Quellen:
[1] Paibon W, Yimnoi CA, Tembab N, Boonlue W, Jampachaisri K, Nuengchamnong N, Waranuch N, Ingkaninan K. Comparison and evaluation of volatile oils from three different extraction methods for some Thai fragrant flowers. Int J Cosmet Sci. 2011 Apr;33(2):150-6. doi: 10.1111/j.1468-2494.2010.00603.x.
[2] Hiller, Melzig. Lexikon der Arzneipflanzen und Drogen. Band 1. Spektrum Verlag. 2003. S.439
[3] Hongratanaworakit T. Nat Prod Commun. 2010 Jan; 5 (1) :157-62. Stimulating effect of aromatherapy massage with jasmine oil.
[4] C. C. Rath,* S. Devi, S. K. Dash, and R. K. Mishra. Antibacterial Potential Assessment of Jasmine Essential Oil Against E. Coli. Indian J Pharm Sci. 2008 Mar-Apr; 70(2): 238–241. doi: 10.4103/0250-474X.41465. PMCID: PMC2792499
[5] C. C. Rath,* S. Devi, S. K. Dash, and R. K. Mishra. Antibacterial Potential Assessment of Jasmine Essential Oil Against E. Coli. Indian J Pharm Sci. 2008 Mar-Apr; 70(2): 238–241. doi: 10.4103/0250-474X.41465. PMCID: PMC2792499
[6] C. C. Rath,* S. Devi, S. K. Dash, and R. K. Mishra. Antibacterial Potential Assessment of Jasmine Essential Oil Against E. Coli. Indian J Pharm Sci. 2008 Mar-Apr; 70(2): 238–241. doi: 10.4103/0250-474X.41465. PMCID: PMC2792499
[7] Hongratanaworakit T. Nat Prod Commun. 2010 Jan; 5 (1) :157-62. Stimulating effect of aromatherapy massage with jasmine oil.
[8] Hongratanaworakit T. Nat Prod Commun. 2010 Jan; 5 (1) :157-62. Stimulating effect of aromatherapy massage with jasmine oil.
[9] Wei A, Shibamoto T. Antioxidant activities and volatile constituents of various essential oils.
J Agric Food Chem. 2007 Mar 7;55(5):1737-42. Epub 2007 Feb 13.
[10] Kolanjiappan K, Manoharan S. Chemopreventive efficacy and anti-lipid peroxidative potential of Jasminum grandiflorum Linn. on 7,12-dimethylbenz(a)anthracene-induced rat mammary carcinogenesis. Fundam Clin Pharmacol. 2005 Dec;19(6):687-93.
[11] Umamaheswari M, Asokkumar K, Rathidevi R, Sivashanmugam AT, Subhadradevi V, Ravi TK. Antiulcer and in vitro antioxidant activities of Jasminum grandiflorum L. J Ethnopharmacol. 2007 Apr 4;110(3):464-70. Epub 2006 Oct 21.
[12] Chaturvedi AP, Tripathi YB. Methanolic extract of leaves of Jasminum grandiflorum Linn modulates oxidative stress and inflammatory mediators. Inflammopharmacology. 2011 Oct;19(5):273-81. Epub 2011 Jun 24.
[13] Nayak BS, Mohan K. Influence of ethanolic extract of Jasminum grandflorum linn flower on wound healing activity in rats. Indian J Physiol Pharmacol. 2007 Apr-Jun;51(2):189-94.
[14] Somanadhan B, Smitt UW, George V, Pushpangadan P, Rajasekharan S, Duus JO, Nyman U, Olsen CE, Jaroszewski JW. Angiotensin converting enzyme (ACE) inhibitors from Jasminum azoricum and Jasminum grandiflorum. Planta Med. 1998 Apr;64(3):246-50.
[15] Zhao G, Yin Z, Dong J. Antiviral efficacy against hepatitis B virus replication of oleuropein isolated from Jasminum officinale L. var. grandiflorum. J Ethnopharmacol. 2009 Sep 7;125(2):265-8. Epub 2009 Jul 4.
[16] http://www.herbalayurveda.com/downloads/jasmine.pdf

Donnerstag, 18. Oktober 2012

Husten und Erkältung pflanzlich stoppen

Die Grippewelle ist wie jedes Jahr im Herbst und Winter wieder mal am rollen. Die Aromatherapie kennt zahlreiche ätherische Öle gegen Erkältung. Selbst in herkömmlichen Ingwer-Zitrone Tee sind ätherische Öle enthalten. Es handelt sich dabei also um kein Hexenwerk und man braucht keine Scheu vor der Anwendung ätherischer Öle haben. Sie kommen in zahlreichen Arzneipflanzen als wirksame Bestandteile vor.





Herstellen einer Ölmischung gegen Husten und Erkältung Blattgold Dr.Becker ®


Große Bandbreite an Heilpflanzen bei Erkältung
Für eine Therapie die den Husten lindert, den Schleim löst und die Bronchien entspannt sind Heilpflanzen und ätherische Öle eine wirksame Alternative zu chemischen Mitteln. Die Bandbreite von Heilpflanzen bei Erkältungskrankheiten ist riesig. Um sich einen Eindruck zu verschafften, können Fotos von einigen beispielhaften Heilpflanzen bei Erkältung und Husten unter dem Link Erkältungskrankheiten angeschaut werden.

Definition Husten
Husten ist ein plötzlicher Atemstoß durch die Stimmritze. Husten kann durch entzündliche, chemische, physikalische oder mechanische Reizungen der Schleimhaut der oberen und unteren Atemwege ausgelöst werden. Hustenrezeptoren befinden sich ebenso in den Nasennebenhöhlen, im Mittelohr und in der Speiseröhre. Von einem akuten Husten wird laut Definition der WHO gesprochen, wenn der Husten nicht länger als drei Wochen besteht.[1]

Therapieziel bei Husten
Bei Husten und Erkältung ist die schnelle Linderung der Beschwerden ein wichtiges Therapieziel. Es eignen sich den Husten reduzierende, schleimlösende und die Bronchien beruhigende und entspannende Heilpflanzen sowie deren ätherische Öle. Heilpflanzen und deren ätherische Öle können die Anzahl der Hustenanfälle reduzieren, die Verschleimung in den Bronchien lösen und die erschwerte Atmung befreien.

Stand der Wissenschaft
Bevor meine Ölmischung vorgestellt wird möchte ich aufzeigen was bei Husten derzeit „State of the Art“ ist, also der „Stand der Wissenschaft“ basierend auf gesicherten Erkenntnissen von Wissenschaft und Forschung. Zur Erklärung des Begriffes Leitlinie und leitliniengerecht: Medizinische Leitlinien werden von Experten entwickelt, um die Entscheidungen von Ärzten über angemessene Therapien zu stützen. Leitlinien werden in drei Entwicklungsstufen von S1 bis S3 entwickelt und klassifiziert, wobei S3 die höchste Qualitätsstufe besitzt.


Efeu (Hedera helix) Blattgold Dr.Becker ®

Bronchipret bei Erkältung
Das rein pflanzliche Heilmittel Bronchipret wurde in die S3-Husten Leitlinie der Deutschen Gesellschaft für Pneumologie (Lungenkrankheiten) (DGP) aufgenommen, weil es sich in Studien als besonders wirksam bei der Behandlung eines akuten Hustens und gleichzeitig nebenwirkungsarm gezeigt hat.[2] Bronchipret ist entweder als Saft mit Extrakten aus Thymian und Efeu oder als Filmtablette mit Trockenextrakt aus Thymian und Primel freiverkäuflich erhältlich. Die Heilpflanzen Thymian und Efeu bzw. Thymian und Primel ergänzen sich in ihren antientzündlichen, sekretnormalisierenden und die Bronchien entspannenden sowie antimikrobiellen Eigenschaften.

Rezepte:
Thymian-Bad (als Inhalat bei krampfartigem Husten): 100g Thymiankraut wird mit 1liter kochendem Wasser über gossen. 15-20 Minuten ziehen lassen, abseihen und dem Vollbad zusetzen.

Thymian-Tee (bei Bronchitis):
1 gehäufter Teelöffel Thymian mit ¼ liter kochendem Wasser übergießen, 10 Minuten zugedeckt ziehen lassen. Abseihen, mit Honig süßen, schluckweise trinken. 3 Tassen täglich.

In dem Video sind das blühende Thymiankraut, das ätherische Öl und die Zubereitung eines Hustentees aus Thymiankraut zu sehen und es wird angesprochen wobei Thymian hilft.



Echter Thymian (Thymus vulgaris) Blattgold Dr.Becker ®

Sand-Thymian (Thymus serpyllum) Blattgold Dr.Becker ®
Myrtol bei Erkältung
Auch für die Wirkung anderer Präparate auf pflanzlicher Basis (Phytotherapeutika) gibt es in kleinen Studien vereinzelt positive Resultate. Für Myrtol wurde ein günstiger Effekt in Hinblick auf Symptomlinderung und Genesungsdauer bei akuter Bronchitis beschrieben (Matthys et al. 2000). Als Myrtol wird teilweise das ätherischenÖl der Myrte (Myrtus communis) bezeichnet. Myrti aetheroleum, das aus den Blättern und Zweigspitzen gewonnene Myrten-Blätteröl, setzt sich zusammen aus Cineol (12-45%), α-Pinen (15-38%), Myrtenol (bis5%), Myrtenylacetat (4-20%) sowie Limonen (2-19%).[3] In Hustenmitteln befindet sich teilweise ein künstliches, dem echten ätherischen Öl der Myrthe nachgeahmtes Gemisch, das als Myrtol bezeichnet wird und mindestens 25 % Limonen, 25 % Cineol und 6,7 Prozent α-Pinen enthalten. Dieses als Myrthol bezeichnete Stoffgemisch hat die CAS-Nr. 8002-55-9.[4] Im Rahmen einer systematischen Übersichtsarbeit zur Nasennebenhöhlenentzündung wurde in einer Studie zu Myrtol die Überlegenheit gegenüber Placebo, jedoch nicht gegenüber anderen ätherischen Ölen gezeigt.[5]

Cineol als Schleimlöser bei chronisch-obstruktiver Bronchitis
Für Cineol wurde in einer kontrollierten randomisierten Doppelblind-Studie an Patienten mit chronisch-obstruktiver Bronchitis nachgewiesen, dass der Wirkstoff neben einer schleimlösenden auch eine relevante antiobstruktive, d.h. die Atemwege erweiternde, Wirkung besitzt (Wittmann et al. 1998). Cineol kommt in größeren Mengen in Eukalyptus (ätherisches Öl von Eukalyptus enthält ungefähr 85 % Cineol) und Lorbeer vor. Cineol ist ebenfalls in ätherischem Öl der Minze, Salbei, Thymian, Basilikum und Teebaum vorhanden.[6]

Purpur Eukalyptus (Eucalyptus ficifolia) Blattgold Dr.Becker ®
GeloMyrtol
GeloMyrtol forte ist ein pflanzliches Arzneimittel zur Schleimlösung in den Atemwegen zur Schleimlösung und Erleichterung des Abhustens bei akuter und chronischer Bronchitis und gleichzeitig zur Schleimlösung bei Entzündungen der Nasennebenhöhlen (Sinusitis). Der wirksame Bestandteil der Weichkapseln besteht aus einer Mischung von ätherischen Ölen von Eukalyptus, Süßorange, Myrte und Zitrone im Verhältnis 66:32:1:1.[7]


Purpur-Sonnenhut (Echinacea purpurea) Blattgold Dr.Becker ®

Nicht ausreichend erforschte Heiplfanzen gegen Husten
Weitere pflanzliche Präparate, wie zum Beispiel Thymian oder Efeu, scheinen auch schleimlösend zu wirken, ihre Wirkung ist allerdings noch nicht durch klinische Studien ausreichend belegt.[8] Echinazinpräparate aus Sonnenhut (Echinacea purpurea) haben in mehreren randomisierten kontrollierten Studien sowohl bei der Vorbeugung als auch zur Behandlung von Erkältungen einen Vorteil gegenüber Placebo-Präparaten gezeigt. Gute Resultate wurden bei der frühzeitigen Behandlung von Erkältungskrankheiten in Bezug auf die Zeitdauer bis zur Besserung der Symptomatik und der Erkrankungsdauer erzielt. Einleitend sollte eine hochdosierte Stoßbehandlung für 1-2 Tage erfolgen und die weitere Behandlung mit einer „Erhaltungsdosis“ für 7-10 Tagefortgeführt werden.[9] Das Risiko von Nebenwirkungen wie z.B. Allergien ist bei innerlicher Einnahme sehr gering. Es sind jedoch noch Studien insbesondere zur Dosis und Qualität des Wirkstoffs notwendig, bevor Echinacin aus Sonnenhut zur Prävention oder Therapie des grippalen Infekts leitliniengerecht empfohlen werden kann. Zusammenfassend ist über pflanzliche Arzneimittel (Phytopharmaka) zu sagen, dass Meta-Analysen zum Effekt der Phytopharmaka erforderlich sind, um sichere Therapieempfehlungen geben zu können.

Video Heilpflanze Pfefferminze: 



Anwendung von ätherischen Ölen bei Husten
Mit ätherischen Öl-Präparaten können Inhalationen, Einreibungen sowie Erkältungsbäder durchgeführt werden.
Inhalation: In eine Schüssel wird dampfendes, heißes Wasser gegeben. Drei Tropfen z.B. ätherisches Eukalyptusöl oder 10 Tropfen meiner weiter untern vorgestellten Ölmischung „Freiheit“ werden ebenfalls in das dampfende Wasser getropft und unter einem großen Handtuch eingeatmet.
Erkältungsbad: Wenn kein Fieber besteht, kann ein heißes Erkältungsbad mit ätherischem Öl genommen werden. Für ein Vollbad benötigt man je nach ätherischem Öl ca. 20 Tropfen und 3 ml fettes Öl z.B. Sonnenblumenöl aus dem Küchenschrank. Bei meiner fertigen Ölmischung „Freiheit“ werden 2-3 ml für ein Erkältungsbad benötigt. Ausserdem braucht man noch einen Teelöffel voll Dosenmilch oder 3 EL Vollmilch, als Emulgator und verrührt die Ölmischung damit. Der Emulgator ist wichtig, damit sich die Öltropfen im Badewasser fein verteilen können und sich kein Ölfilm auf der Wasseroberfläche bildet. Die ätherischen Öle im Badezusatz werden durch die Poren der Haut und durch Inhalation aufgenommen. Nach dem Baden, am besten mit ansteigender Temperatur, ist es ratsam sich ins Bett zu legen und zu schwitzen. Der Körper ist durch das temperaturansteigende Bad erhitzt und man hat ein künstliches Fieber erzeugt, wodurch das Immunsystem auf Hochtouren arbeitet. Auf diese Weise kann es gelingen eine Erkältung im Anfangsstadium einzudämmen.
Einreibung: Bis auf wenige Ausnahmen sind ätherische Öle immer verdünnt auf die Haut aufzutragen. Bei einigen ätherische Ölen z.B. Pfefferminze reicht eine 1-2%ige Verdünnung mit fettem Öl aus, weil es einen stark kühlenden Effekt auf der Haut hat. Andere ätherische Öle, z.B. Nadelöle, werden in 20%iger Verdünnung eingerieben. Bei Husten und Erkältung werden ätherische Öle entweder auf die Brust oder den Rücken eingerieben, dadurch werden sie hauptsächlich durch Mund und Nase inhaliert und teils über die Haut aufgenommen.

Nahrungsergänzungsmittel bei Husten
Verwendet werden Vitamin-C-reiche Früchte z.B. alle Zitrusfrüchte. Auch Sanddornfrüchte sind reich an Vitamin C und werden traditionell als aromatische Zutat in Kräuter- und Früchtetees bei Erkältungskrankheiten verwendet. Die Kerne und das Fruchtfleich des Sanddorn werden zur Gewinnung von hochwertigem Sanddornöl für Pflegeprodukte bei Hautkrankheiten wie Neurodermitis verwendet und sind ein wertvolles Nahrungsergänzungsmittel




Allgemeine Maßnahmen bei Erkältung
Viel trinken, am besten heißen Erkältungstee aus Kräutern, körperliche Schonung, bei Fieber Bettruhe, viel Schlaf und frische Luft. Zur Lufterfrischung wird einmal täglich gut gelüftet, um die verbrauchte und keimbelastete Luft auszutauschen. Als weitere Maßnahme können ätherische Öle auf Duftsteinen oder in der Duftlampe behilflich sein, um die Luft zu klären. Schöne Duftsteine kann man selber machen (siehe Link Artikel Duftsteine aus Ton). 

Ölmischung für die Duftlampe oder Duftstein bei Erkältung  Blattgold Dr.Becker ®


Duftstein Fossil Energiespirale Blattgold Dr.Becker ®

Duftstein Rose Blattgold Dr.Becker ®





[1] DEGAM Leitlinie Akuter Husten 11.
[2] Information von Bionorica. www.bionorica.de
[3] Hiller, Melzig. Lexikon der Arzneipflanzen und Drogen. Spektrum Verlag 2003 S.91
[4] http://de.wikipedia.org/wiki/Myrtol
[5] R. Guo, PH. Canter, E. Ernst: Herbal medicines for the treatment of rhinosinusitis: a systematic review. In: Otolaryngol Head Neck Surg. 2006 Oct.; 135 (4), S. 496–506.
[6] http://de.wikipedia.org/wiki/1,8-Cineol
[7] http://www.gelomyrtol-forte.de/media//gelomyrtol/_downloads/gi-gf-index-10.pdf
[8] DEGAM Leitlinie Akuter Husten 11.
[9] Henneicke von Zepelin et al. 1997; Hoheisel et al. 1997.