Freitag, 10. Mai 2013

Heilpflanzen News - Comeback der Pfingstrose als Heilpflanze


Im Mai blüht die Pfingstrose pünktlich zu Pfingsten, einem christlichen Fest, das im Jahr 2013 am 19. Mai gefeiert wird.

 
Blüte von Paeonia officinalis subsp. officinalis mit zahlreichen gelben Staubblättern Blattgold Dr.Becker ® 

Bei Leberschäden könnte die Pfingstrose in Zukunft ein pflanzliches Medikament mit schützender Wirkung für die Leber sein und ein Comeback erleben. Aus den europäischen Arzneibüchern ist die Pfingstrose schon lange gestrichen worden. Nur der lateinische Name erinnert noch an die Verwendung als Heilpflanze (offizinell = arzneilich). Die Wurzel der Pfingstrose wird jedoch auch schon lange im Ayurveda und in der homöopathischen Medizin verwendet.


Es werden in Indien in der traditionellen Medizin dem Ayurveda zahlreiche Heilpflanzen und ihre Formulierungen bei Lebererkrankungen verwendet. Das Ayurveda kennt 101 Heilpflanzen mit leberschützenden Eigenschaften (Hepathoprotektoraktivität). In Indien sind etwa 40 arzneiliche Formulierungen aus verschiedenen Heilpflanzen gegen Lebererkrankungen erhältlich, die von Ayurveda -Ärzten verschrieben werden, um Erkrankungen der Leber zu behandeln.

Pfingstrose (Paeonia officinalis)  

Im Januar 2013 erschien eine chemische Untersuchung welche die Verträglichkeit der Pfingstrose als Heilpflanze untersuchte und die leberschützenden Eigenschaften der Heilpflanze bestätigte. Das Screening der Inhaltsstoffe der Wurzel der Pfingstrose zeigte, dass die Wurzel von Paeonia officinalis pharmakologisch wirksame Stoffe wie Alkaloide, Gerbstoffe, Saponine, Glykoside, Kohlenhydrate, Flavonoide, Terpene, Steroide und Proteine ​​enthält.


Im Versuch mit Ratten stellte man fest, dass der wässrige Wurzel-Extrakt die Gesamt-Bilirubin-Spiegel signifikant senkte, die jeweils in einer Dosis-abhängigen Weise. Das Stoffwechselprodukt Bilirubin wird in der Leber abgebaut und über die Galle ausgeschieden. Bei Leberfunktionsstörungen steigt der Gesamt-Bilirubin-Spiegel im Blut an. Die Untersuchung des Lebergewebes der Versuchstiere ergab eine Regeneration der Leberzellen der mit Wurzel-Extrakt von Pfingstrose behandelten Tiere.


Schlussfolgerung Es ist nun mit einer Studie belegt, dass der wässrige Extrakt der Wurzel der Pfingstrose (P. officinalis) ein leberzellschützendes (antihepatotoxisches) Potenzial besitzt. Allerdings wurde in der selben Studie auch herausgefunden, dass Silymarin aus der Mariendistel (Silybum marianum) wirksamer die Leber schütz als die Pfingstrose. Silymarin aus der Heilpflanze Mariendistel ist ein sehr bewährtes und in Deutschland zugelassenes pflanzliches Medikament zum Leberschutz. Ob die Heilpflanze Pfingstrose in der westlichen Medizin jemals wieder Einzug halten wird oder ob die Pfingstrose dem Ayurveda vorbehalten bleibt ist fraglich, denn bis zur Zulassung eines neuen Medikamentes ist es ein weiter Weg.

Mariendistel (Silybum marianum)
Blattgold Dr.Becker ® 




Quelle:
Asian Pac J Trop Biomed. 2013 January; 3(1): 64–68.
doi:  10.1016/S2221-1691(13)60025-8
PMCID: PMC3609391
Preliminary phytochemical, acute oral toxicity and antihepatotoxic study of roots of Paeonia officinalis Linn.
Feroz Ahmad* and Nahida Tabassum
Department of Pharmaceutical Sciences, University of Kashmir, Hazratbal, Srinagar, J&K, India
Reviewed by Dr. Majid Ahmad

Freitag, 3. Mai 2013

Deo Perfume Candy



„Deo Perfume Candy“ ist ein essbares Deo auf der Basis von Geraniol. Deo Perfume Candy wirbt damit die Lösung für Menschen mit starkem Körpergeruch zu sein, doch kein Arzt der Welt würde seinen Patienten guten Gewissens dazu raten täglich Süßigkeiten zu verzehren die Zucker, bzw. in der sugarfree Version Süßstoff, enthalten. Wer einen besseren Körpergeruch haben will, dem hilft auch eine gesunde und obstreiche Ernährung. Obst wie Ananas, Aprikose und Nektarine enthält ebenfalls Geraniol und haben gegenüber dem Deo Perfume Candy noch den Vorteil viele, gesunde Vitamine, Mineralien und Anti-Aging Phytostoffe zu enthalten. Nach dem Verzehr wird Geraniol über die Poren der Haut und über den Urin ausgeschieden. Auf der Haut hinterlässt Geraniol einen blumigen Duft, der an Rosen erinnert. In der Parfumerie wird Geraniol in Parfum als Zutat verwendet.

Deo Perfume Candy Blattgold Dr.Becker ®




Vorkommen von Geraniol

Geraniol ist ein flüchtiger Bestandteil in verschiedenen Blüten und Früchten.[1] Die Verbindung Geraniol ist z.B. in ätherischem Öl der Rose vorhanden. Geraniol kommt auch in ätherischem Öl von Citronella, Neroli, Palmarosa, Rosenholz, Petit Grain, Lemongrass, Rosengeranie und anderen vor.[2] Geraniol wurde ebenfalls als flüchtige Komponente von essbaren Früchten identifiziert. Es ist eine Komponente aromatischer Früchte z.B. von Ananas, Aprikose und Nektarinen. Frische Wurzelstöcke von Ingwer enthalten ebenfalls Geraniol.[3]

Das ätherische Öl der Rose enthält Geraniol Blattgold Dr.Becker ®


Geraniol in der Aromatherapie

Geraniol ist ein Monoterpenol und gehört zu den wichtigsten Komponenten in der Aromatherapie mit breitem Wirkspektrum und angenehmem Duft. In der Aromatherapie wird ätherisches Öl, welches Geraniol enthält, angewendet um die Seele und den Körper zu stärken und die Stimmung aufzuhellen. Das ätherische Öl der Rosengeranie enthält ca. 18 % Geraniol und hat entspannende und beruhigende Eigenschaften. Geraniol ist sehr gut hautverträglich, wodurch das ätherische Öl der Rosengeranie, in einem Basisöl verdünnt, bestens zur Hautpflege geeignet ist. Durch das Geraniol wirkt das ätherische Öl der Rosengeranie auch antimikrobiell, insbesondere gegen Aknebakterien und Haut- bzw. Nagelpilze.[4]



Therapeutischer Wert von Geraniol  
Geraniol bewirkte in einem Experiment eine Hemmung des Zellwachstums von menschlichen Dickdarmkrebs.[5] In weiteren Studien wurde Geraniol  Ratten vor und nach der Transplantation von Tumoren mit dem Futter zugeführt. Das Tumorwachstum von Haut- bzw. Lebertumoren wurde nachweisbar durch Geraniol im Futter unterdrückt.[6] Die Forschung ist jedoch noch nicht so weit, um Empfehlungen zum Verzehr von Geraniol gegen Krebs zu geben. Auf der anderen Seite kann es bei Menschen mit Überempfindlichkeit gegen den Bestandteil Geraniol oder beim Verzehr zu Großer Mengen Geraniol auch zu unerwünschten Nebenwirkungen kommen.[7]





[1] [(1) Schlotzhauer WS et al; J Agric Food Chem 44: 206-9 (1996) (2) Chung TY et al; J Agric Food Chem 41: 1693-97 (1993) (3) Binder RG et al; J Agric Food Chem 37: 734-6 (1989) (4) Gomez E et al; J Agric Food Chem 41: 1669-7 (1993) (5) Nishimura O; J Agric Food Chem 43: 2941-5 (1995) (6) Takeoka GR et al; J Agric Food Chem 36: 553-60 (1988) (7) Takeoka GR et al; J Agric Food Chem 39: 1848-51 (1991) (8) Tatsuka K et al; J Agric Food Chem 38: 2176-80 (1990)]
[2] Fenaroli's Handbook of Flavor Ingredients. Volume 2. Edited, translated, and revised by T.E. Furia and N. Bellanca. 2nd ed. Cleveland: The Chemical Rubber Co., 1975., p. 215
[3] [(1) Chung TY et al; J Agric Food Chem 41: 1693-97 (1993) (2) Binder RG et al; J Agric Food Chem 37: 734-6 (1989) (3) Gomez E et al; J Agric Food Chem 41: 1669-7 (1993) (4) Nishimura O; J Agric Food Chem 43: 2941-5 (1995) (5) Takeoka GR et al; J Agric Food Chem 36: 553-60 (1988) (6) Takeoka GR et al; J Agric Food Chem 39: 1848-51 (1991) (7) Tatsuka K et al; J Agric Food Chem 38: 2176-80 (1990)]
[4] Wabner, Beier. Aromatherapie. Grundlagen, Wirkprinzipien, Praxis.  Urban & Fischer 1. Auflage 2009. S.173
[5] J Pharmacol Exp Ther. 2002 May;301(2):625-30.
Geraniol, a component of plant essential oils, sensitizes human colonic cancer cells to 5-Fluorouracil treatment.
Carnesecchi S, Langley K, Exinger F, Gosse F, Raul F.
[6] J Nutr. 1995 Nov;125(11):2763-7.
Geraniol, an inhibitor of mevalonate biosynthesis, suppresses the growth of hepatomas and melanomas transplanted to rats and mice.
Yu SG, Hildebrandt LA, Elson CE.