Mittwoch, 19. August 2015

Genfood Diät, der schlanke Weg in die Zukunft

Ich bedanke mich bei meinem Gastautor Dr. Ben Becker für diesen Artikel über den Sinn und Unsinn von Diäten.

Wer kennt sie nicht, die Diäten dieser Welt. Wage Versprechungen und wilde Theorien die schon fast ins Mystische abgleiten. Einzig und alleine dazu erdacht uns gesund, schön und schlank zu machen.
Mein persönlicher Favorit, die Steinzeit- bzw. Paleo-Diät. Laßt uns einfach essen, was unsere Vorfahren hunderttausende von Jahren lang gegessen haben! Das ist wofür uns die Natur ursprünglich geschaffen hat.
Die Sache hat nur einen Hacken. Wirklich dabei war keiner und die Forschung konnte trotz umfangreicher Analysen vom Steinzeitkacke nur wage Rückschlüße auf die tatsächliche Ernährung unserer Vorfahren ziehen. Also fragte man die verbleibenden Urvölker dieser Erde und mußte feststellen, dass sie alle etwas anderes Essen oder bereits Cola trinken.
Am Ende bleibt von der Steinzeitdiät nur ein Haufen...


Transgene Pflaume mit Resistenz gegen das Plum Pox-Virus. 
This image was released by the Agricultural Research Service, the research agency of the United States Department of Agriculture, with the ID K8891-19


... ein Haufen Vermutungen und die Gewissheit, dass die Steinzeitmenschen bestimmt keine Diät machten, sondern einfach alles aßen was sie gerade finden konnten.

Aber warum zurück in die Höhlen kriechen oder sich wieder von Ast zu Ast schwingen? Der Mensch hat die Mittel es besser zu machen, als es dem großen Zufallsgenerator der Evolution je möglich war!

Möglichkeiten der Gentechnik

Die Gentechnik bietet bereits heute von Vielzahl von Möglichkeiten insbesondere die Eigenschaften von Pflanzen gezielt zu verbessern. Vieles davon beeinflußt direkt die Resistenz gegenüber Schädlingen oder Umwelteinflüßen und hat somit über den erzielten Ertrag eher eine wirtschaftliche Bedeutung. Die heutigen Möglichkeiten gehen allerdings weit darüber hinaus. Im Fogendem habe ich einiges davon kurz für Sie zusammengefasst:

Die bösen Transfette
Wer kennt sie nicht, die Transfette. Sie machen uns krank wo sie nur können und sind überall! Da es den meisten Pflanzen aber herzlich egal ist, dass wir mit ihnen braten, kochen und backen, ist mit einer natürlichen Evolution in die richtige Richtung innerhalb der nächsten Million Jahre nicht zu rechnen. Die Gentechnik bietet hier bereits heute brauchbare Alternativen insbedondre im Bereich der Ölpflanzen, die eine drastische Reduzierung der Transfette erlauben. Diese stellen damit eine gute Ergänzung für andere Ernährungsmethoden dar.

Entgiftung der Natur
Da die wenigsten Pflanzen auf eine Ko-Evolution mit dem Menschen angewiesen waren, enthalten viele von Ihnen mehr oder weniger viele Gifte. Die Spannweite reicht dabei von Blausäure über Nervengifte bis hin zum krebserregenden Acrylamid, dass beim Fritteiren gewöhnlicher Kartoffeln entsteht. Der Gehalt dieser Stoffe kann durch genetische Optimierung drastisch verringert werden und verbessert dadurch ohne weiteres die Bekömmlichkeit pflanzlicher Produkte z.B. im Rahmen einer vegetarischen Ernährung.

Essentielle Fettsäuren
Der Fluch der Vegetarier und Veganer. Der Körper braucht sie, kann sie aber nicht herstellen. Und leider kommen viele davon hauptsächlich in tierischer Nahrung vor. Aber auch hier hat die Gentechnik bereits große Fortschritte erzeilt. Insbesondere an Senf und Rapssorten konnte der Nachweis erbracht werden, dass der Stoffwechsel von Pflanzen erfolgreich zur Produktion essentieller Fettsäuren umgebaut werden kann. Damit könnten endlich die vegetarisch-veganen Formen der Ernährung von einem großen Makel bereinigt werden.

Vitamine
Diäten bassieren häufig darauf weniger oder nur ausgewählte Dinge zu essen. Aber dies ist stets eine Gradwanderung zwischen Gesundheit und der Unterversorgung mit wichtigen Vitaminen. Wo die Methoden der Züchtung schnell an ihre Grenzen stoßen, eröffnet die Gentechnik ganz neue Wege. Bereits heute existieren z.B. Reisorten deren Gehalt an bestimmen Vitaminen wie z.B. Vitamin A und Folsäure um ein Vielfaches gesteigert werden konnte. Dies bietet ungeahnte Möglichkeiten der Ernährungsoptimierung, welche leider bei den heutigen Diätvarianten ungenutzt bleiben.

Genetic Health Food (GeHF)
Pflanzen die beim Verzehr gegen Krankheiten impfen oder sie gar mit Antibiotika heilen, oder Tomaten die gegen Krebs schützen? Alles nur Science Fiction und ferne Zukunftsmusik?
Nein, dies alles gibt es bereits! Wenn auch nur im Labor, als Tierfutter oder seltene Kouriosität. Und selbst dann nur weit weg, außerhalb Europas.
Das ganze Potentzial dieser Entwicklungen wird sich erst in den nächsten Jahrzehnten offenbaren. Und erst mit ausgereiften GeHF-Produkten wird die wahrhaft perfekte gesunde Ernährung des Menschen ermöglicht.

Goldener Reis (Golden Rice) ist eine Reissorte, die durch gentechnische Verfahren erhöhte Menge an Beta-Carotin (Provitamin A) enthält.
This image was originally posted to Flickr by IRRI Images at http://flickr.com/photos/86712369@N00/5516789000. It was reviewed on 14 April 2011 by the FlickreviewR robot and was confirmed to be licensed under the terms of the cc-by-2.0.


Aber was kann man bereits heute im Rahmen einer Genfood Diät tun?

Umsetzung der Genfood Diät

Freunde des genoptimieten Essens kennen das Problem. Genfood ist zwar in aller Augen und Ohren aber nur selten im Magen. Es ist einfach nicht im Supermarkt zu finden! Und die Kette GenCompany muss erst noch gegründet werden.
Man kann sich in Deutschland zwar ernähren wie ein Höhlenmensch, aber die zukunftsorientierte Ernährung wird einem gezielt durch Politik, Gesellschaft und die großen Handelskonzerne verweigert. Die letzten 10 Jahren waren von einer wahren Hexenjagd auf jedes Stück Gentechnik geprägt. Dies macht es auch heute noch sehr schwer eine Genfoof Diät wirkungsvoll umzusetzen.

Ein im Internet verfügbarer Bericht über Genfood von Greenpeace enthält zwar sehr viel Propaganda aber auch einige Geheimtipps wie man trotzdem in Deutschland eine Genfood-Diät umsetzen kann. Demnach sind insbesondere unter den impotierten Produkten aus dem amerikanischen und asiatischen Raum viele genoptimierte Kleinode zu finden. Diesbezüglich wird ausdrücklich auf Asia-Märkte und das KaDeWe verwiesen.

Da die Verfügbarkeit genetisch optimierter Nahrungsmittel durch die ständigen Repressalien zur Zeit sehr unsicher ist, ist es schwer einen einhaltbaren Ernährungsplan für die Genfood-Diät aufzustellen. Daher empfehle ich derzeit die Erweiterung vegetarischer Ernährungspläne um geeignete genoptimiete Alternativen. Es ist davon auszugehen, dass schon in wenigen Jahren die bestehenden Vorurteile gegenüber Genfood in Europa weitgehend verschwunden sind und in Folge dessen eine ganzheitliche Genfood-Diät ermöglicht wird.

Haltet durch!



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