Donnerstag, 12. November 2015

Mind-Body-Medizin bei koronarer Herzkrankheit

Die Mind-Body-Medizin (MBM) hat Programme zur Verbesserung des Lebensstils bei koronarer Herzkrankheit (KHK) entwickelt. Die Mind-Body-Medizin (MBM) ergänzt Ernährungsberatung und Sport noch um Entspannungsverfahren und psychologisch-motivationale Elemente, was die Besonderheit der MBM ausmacht. Die Häufigkeit das Herz betreffender Ereignisse, wie die eines Herzinfarktes, kann durch MBM verringert werden. Weitere Verbesserungen bestehen bei Atherosklerose und systolischem Blutdruck im Vergleich zur Standardbehandlung. 

von Rafael ruiz mateos, via Wikimedia Commons


Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) sind etwa 80 % der Risikofaktoren für das Auftreten der KHK durch das eigene Verhalten vermeidbar. Insbesondere gilt dies für chronischen subjektiven Stress (Burnout), Bewegungsarmut, Fehlernährung und Übergewicht.

Im Bereich der Mind-Body-Medizin (MBM) sind intensivierte Programme zur Verbesserung des Lebensstils zur Vermeidung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen entwickelt worden. Die dazugehörigen Interventionen umfassen theoretische und praktische Schulung in mindestens diesen drei Komponenten:
- Stressreduktion und Entspannung.
- Ernährung
- Bewegung und Sport

Viele andere Programme zur Prävention und Rehabilitation von Herzerkrankungen vernachlässigen Entspannungsverfahren und psychologisch-motivationale Elemente. Psychosoziale Aspekte des Krankseins und die Krankheitsbewältigung werden durch Stressreduktion und Entspannungsverfahren aufgegriffen und nicht, wie zu oft, vernachlässigt. 


In dem Video wird eine Anleitung zum Autogenen Training gegeben:



Es gibt Untersuchungsergebnisse, wonach eine gelungene Krankheitsbewältigung die Überlebensdauer bei lebensbedrohlichen Erkrankungen positiv beeinflusst. Die Krankheitsverarbeitung hat also einen wesentlichen Einfluss auf den Krankheitsverlauf. Es ist eine Aufgabe der psychologischen Führung von Kranken Voraussetzungen zu schaffen, welche die Krankheitsbewältigung fördern.

Zu hohe Blutfettwerte (Hyperlipidämie) sind ein gewichtiger, aber durch die Ernährung modifizierbarer Risikofaktor für Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Um Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu verhindern, ist es von entscheidender Bedeutung, die Belastung der Gefäße durch zu hohe Blutfette einzudämmen. Ein Beispiel für ein gesundes Lebensmittel gegen Herz-Kreislauferkrankungen sind Walnüsse. Mehrere Studien haben die positive Wirkung von Nüssen auf Blutfettwerte gezeigt. Die Verabreichung von 20 g Walnuss (Juglans regia L.) / Tag für 8 Wochen kann die Höhe der Triglyceride im Blut um 17% verringern. Der Verzehr von Walnuss senkt das Gesamtcholesterin und „schlechte“ Blutfette (LDL) dauerhaft. Durch den gesenkten Cholesterinspiegel wird auch das Risiko der Bildung von Arteriosklerose gesenkt.


MBM-Programme sind erfolgreich in der Beeinflussung des Verlaufs der Erkrankung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen, insbesondere KHK. Die Teilnahme an MBM-Interventionen und Lebensstiländerung ergänzend zur klassischen kardiologischen Rehabilitation kann nur empfohlen werden, weil die Häufigkeit von herzbedingten Ereignissen (Herzinfarkt) reduziert wird und Atherosklerose sowie der systolische Blutdruck positiv beeinflusst werden. Daraus folgt auch, dass weniger Medikamente eingenommen werden müssen, beispielsweise um den Blutdruck zu senken, und der Körper weniger mit der Entgiftung von Medikamenten belastet wird. Die Anstrengungen, die das Individuum im Rahmen der MBM auf sich nimmt, sind somit von Gewinn.1

Eine Lebensstiländerung zur Prävention/ Vorbeugung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen kann man selber durchführen indem man sich über gesunde Ernährung informiert, Entspannungstechniken einübt und moderat Sport treibt. Interessierte können sich auch in der Sprechstunde einer Klinik mit dem Schwerpunkt Naturheilkunde beraten lassen. Die Krankenkassen übernehmen Rehabilitationsprogramme bei KHK.

Video: Wellness für zu Hause



Video: Detox Tee mit Grünem Tee


Video: Detoxtee Zitrone-Ingwer



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Quelle:
1Mind-Body-Medizin in der kardiologischen Sekundärprävention
Systematisches Review und Metaanalyse zur Wirkung intensivierter Lebensstilmodifikation bei koronarer Herzkrankheit
Mind-body medicine in the secondary prevention of coronary heart disease—a systematic review and meta-analysis
Dtsch Arztebl Int 2015; 112(45): 759-67; DOI: 10.3238/arztebl.2015.0759
Cramer, Holger; Lauche, Romy; Paul, Anna; Langhorst, Jost; Michalsen, Andreas; Dobos, Gustav

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