Samstag, 5. Dezember 2015

Therapiemöglichkeiten bei Magen- und Darmbeschwerden durch Stress

Anhaltende Belastungen oder Stresssituationen, aber auch Depressionen und innere Unruhe können einem sprichwörtlich auf den Magen schlagen. Die sogenannte "Gehirn-Darm-Achse", dabei handelt es sich um Nervenstränge zwischen dem Zentralnervensystem und dem "Bauchhirn" (Gesamtheit der Nervenzellen im Magen-Darm-Trakt), überträgt dabei Nervenreize in Richtung Magen und Darm. Die Verdauungsorgane reagieren bei dieser Reizüberflutung mit deutlichen Verdauungsbeschwerden. Um dieses zu verhindern ist psychosozialer Stress bestmöglich zu meiden. Zahlreiche Arzneipflanzen helfen bei Verdauungsbeschwerden und insbesondere die Kombination Pfefferminzöl mit Kümmelöl wirkt nachweislich lindernd bei funktionellen Magen-Darm-Erkrankungen und Reizdarmsyndrom.


Video zur Heilpflanze Pfefferminze:




Was sind funktionellen Magen-Darm-Erkrankungen und Reizdarmsyndrom?
Psychische Erkrankungen und funktionelle Magen-Darm-Beschwerden können miteinander verbunden sein. Es können sowohl die Magen- und Darmbeschwerden die Ursache für eine Depression, als auch umgekehrt eine Depression die Ursache für Magen- und Darmbeschwerden sein. Kennzeichnend für eine funktionelle Magen-Darm-Erkrankung (FD) ist ein unangenehmes Gefühl nach dem Essen, frühes Sättigungsgefühl, sowie Magenschmerzen und Brennen. Die Leitsymptome des sogenannten Reizdarmsyndroms (RDS) sind Blähungen, Diarrhö und Obstipation, sowie Bauchschmerzen. Die Beschwerden nehmen auch nach mindestens drei Monaten nicht ab, schränken die Lebensqualität ein und es werden keine Ursachen für die Beschwerden gefunden.


Therapiemöglichkeiten
Im Sinne der Mind-Body-Medizin braucht es eine Kombination der Möglichkeiten bei der Behandlung funktioneller Magen- und Darmbeschwerden und des Reizdarmsyndroms. Diese besteht aus Verhaltensänderung und medikamentöser Therapie z.B. Aromatherapie mit ätherischem Pfefferminzöl in Kombination mit Kümmelöl und Psychotherapie.

Psychotherapeutische Begleitung
Viele Betroffene bei FD und RDS profitieren von einer psychotherapeutischen Begleitung. Beispielsweise durch eine Verhaltenstherapie kann der richtige Umgang mit den auslösenden Faktoren vermittelt werden. Das Ziel ist dabei, dass diese rechtzeitig realisiert werden und sich durch Vermeidungsstrategien erst gar nicht auswirken können. Das Erlernen von Entspannungstechniken, Zeitmanagement und Konfliktlösung kann dazu beitragen, Stress und Belastungen zu reduzieren. Ein Übermaß an Stress im Leben ist zu vermeiden. Entspannung findet man beispielsweise durch Autogenes Training, ein Entspannungsbad oder auch kurze Spaziergänge nach dem Essen. 

In dem Video wird eine Anleitung zum Autogenen Training gegeben:



Hier ein Video wie man ein Entspannungsbad mit ätherischem Öl macht:




Menschen mit Magen-Darmbeschwerden haben einen hohen Leidensdruck und erhoffen sich vom Behandler, dass er die Ursache findet und therapiert. Der Patient möchte ernst genommen werden. Die Vermittlung der Diagnose einer funktionellen Erkrankung möchten manchen Patienten nicht glauben. Funktionell bedeut nämlich, dass keine Ursache für die Beschwerden gefunden wurde. Die Erkrankung sollte daher verständlich erklärt werden und ein Weg zur Beschwerdelinderung aufgezeigt werden. Bei Verdacht auf eine psychische Beteiligung ist besonders viel Fingerspitzengefühl gefragt.

Pflanzliche Hilfe bei funktionellen Magen- und Darmbeschwerden
Den Patienten ernst zu nehmen, bedeutet ihm konkrete Hilfe zur Wiederherstellung seiner Gesundheit und Lebensqualität zu geben.Viele Betroffene lehnen chemische Substanzen ab, so dass Naturheilkunde zum Einsatz kommen kann. In zahlreichen Heilpflanzen sind ätherischen Öle enthalten, die gegen Magen- und Darmbeschwerden gut wirksam sind. 

Eine evidenzbasierte Therapie der funktionellen Magen- und Darmbeschwerden kann mit Pfefferminzöl in Kombination mit Kümmelöl erreicht werden. Es gibt ein apothekenpflichtiges Phytopharmakon (Name: Carmenthin) das die hochdosierte Wirkstoffkombination aus 90 mg Pfefferminzöl und 50 g Kümmelöl pro Weichkapsel enthält. Mit Hilfe der magensaftresistenten Kapseln werden die ätherischen Öle direkt in den Darm transportiert und erst dort freigesetzt, was zu einer besseren Wirksamkeit und einer besseren Verträglichkeit führt. Die Kombination aus Pfefferminzöl mit Kümmelöl wirkt schmerzlindernd, krampflösend, entblähend und beruhigend, wodurch es zu einer Verbesserung der Symptome kommt. Der Vorteil gegenüber ätherischen Ölen aus dem Fläschchen liegt in der besseren Dosierbarkeit und der Freisetzung erst im Darm.


Apothekenpflichtiges Phytopharmakon (Name: Carmenthin) das Pfefferminzöl und Kümmelöl enthält. Blattgold Dr.Becker ®

Auch ätherisches Thymianöl wird innerlich bei Verdauungsproblemen und Magen-Darmbeschwerden angewendet. 

Video zur Heilpflanze Thymian



Ingwer wird als Arzneimittel bei verschiedensten Erkrankungen, unter anderem bei Magen- und Darmbeschwerden, verwendet.

Video über die Zubereitung von Ingwertee:




Zimt ist ein traditionelles Heilmittel das gegen vielerlei Beschwerden eingesetzt wird. Es ist ein appetitanregendes Mittel und hilfreich bei Magen-und Darmbeschwerden als krampflösendes Mittel. Ätherisches Öl der Zimtrinde wirkt auf sanfte Weise Magen- und Zwölffingerdarmgeschwüren entgegen. Die grauweiße, aromatische Rinde enthält ätherisches Öl . Die Tagesdosis für ätherisches Öl von Zimt beträgt 0,05-0,2g. Eine Tagesdosis von 0,2 Gramm entspricht ungefähr 0,2 ml, dies entspricht ca. 5 Tropfen ätherisches Öl von Zimt

Video über die Zubereitung von Zimtschokolade:



Basilikum ist als Küchenkraut bekannt, hat aber auch medizinische Eigenschaften. Das Kraut sowie sein ätherisches Öl haben eine regulierende Wirkung bei Magen- und Darmbeschwerden und fördern die Verdauung.

Video über die Heilpflanze Basilikum:



Die Blätter des Rosmarins enthalten ätherisches Öl und werden z.B. als Tee oder Tinktur bei Magen- und Darmbeschwerden eingesetzt. 

Salbei kann auch bei Magen- und Darmbeschwerden eingesetzt werden. Die Blätter des Sabeis enthalten ätherisches Öl und weitere Komponenten wie Gerbstoffe, Bitterstoffe und Flavonoide. 

Die Blätter der (Zitronen-) Melisse enthalten mindestens 0,05% ätherische Öl, ausserdem Gerbstoffe, Bitterstoffe und Flavonoide und wirken lindernd bei Magen- und Darmbeschwerden. Außerdem hat Melisse bei Magen-Darmbeschwerden krampflösende und entblähende Eigenschaften.

Löwenzahn enthält zwar kein ätherisches Öl steigert aber durch den hohen Bitterstoffgehalt die Magensaftsektretion bei Verzehr der Blätter, dadurch hilft es bei Appetitlosigkeit und Magen- und Darmbeschwerden. 

Video zu der Heilpflanze Löwenzahn:




Die Wirksamkeit von Stink-Asant ist derzeit nicht wissenschaftlich bestätigt. Früher wurde die Pflanze unter anderem bei Magen-und Darmbeschwerden wie Blähungen und Darmträgheit eingesetzt.





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