Freitag, 13. Mai 2016

Aromatherapie mit Rosmarin gegen Frühjahrsmüdigkeit

Aromatherapie zum frisch machen vertreibt jede Frühjahrsmüdigkeit. Es gibt ätherische Öle, die müde Körper und Geister garantiert aufwecken! Allen voran bringt Rosmarin den Kreislauf in Schwung.

Rosmarin (Rosmarinus officinalis) Blattgold Dr.Becker ®


Was ist Frühjahrsmüdigkeit?
Zwischen Mitte März und Anfang Mai klagen etwa die Hälfte aller Frauen und Männer über Frühjahrsmüdigkeit. Frühjahrsmüdigkeit kann mit Symptomen wie Kreislaufbeschwerden, Unlustgefühlen, starken Stimmungsschwankungen, Schlaflosigkeit und Leistungsschwäche einhergehen. Es gibt eine Reihe natürlicher Methoden, um wieder aus dem Knick zu kommen.

Ursachen von Frühjahrsmüdigkeit
Als Ursachen von Frühjahrsmüdigkeit werden die Änderungen von Helligkeit und Wetter genannt. Eine unzureichende Serotonin- und Dopaminproduktion kann auch ein Grund für Frühjahrsmüdigkeit sein. Darüberhinaus spielt ein Mehrverbrauch von Energie durch Aktivierung der Zellteilung im Körper eine Rolle und führt zu einem Gefühl der Schlappheit.

Biologische Rhythmen
Biologische Rhythmen sind Ausdruck der zeitlichen Ordnung der Lebensvorgänge.
Wahrnehmung und Erfahrung von natürlichen Rhythmen haben die Menschheit von Anbeginn geprägt. Die Erkenntnis, dass die Beachtung natürlich vorgegebener Rhythmen der Gesundheit förderlich ist, findet sich bereits in der Antike bei Hippocrates. Die Einteilung biologischer Rhythmen reicht von Sekundenbruchteilen bis zu Jahren. Die ein Jahr dauernden, durch äußere Reize vorgegebenen Rhythmen, nennt man zirkaannuale Perioden. Zirkaannuale Rhythmen sind bei Menschen für Hormonhaushalt, Stoffwechsel, Temperaturregulation, Kreislauf und Sensomotorik bekannt. In Analogie zum Winterschlafverhalten entsprechen die jahresrhythmischen Umstellungen einem Wechsel der vegetativen Funktionen zwischen Sommer- und Winterjahreshälfte. Die Extremphasen werden in der Regel im Februar und August durchlaufen. Beispiele sind die Frühjahrsmüdigkeit und die Winterdepression. Bedeutsame Zeitgeber sind Lichtintensität, Belichtungsdauer und fotochemische Reize der im Frühjahr stark zunehmenden ultravioletten Strahlung. Einige Nahrungsergänzungsmittel versprechen sogar, dass die Chronobiologie der Schlüssel zur Jugend ist.

Video zur Fraglichkeit von Nahrungsergänzungsmitteln:



Das richtige ätherische Öl bei Frühjahrsmüdigkeit
Antriebslosigkeit und Erschöpfung im Rahmen der Frühjahrsmüdigkeit lassen sich mit Aromatherapie überwinden. Ein sehr gut geeingnetes ätherisches Öl ist Rosmarinöl. Dieses wird für Massagen, Einreibungen und Bäder verwendet. Bei der Aromatherapie-Massage ist das Augenmerk auf die Wirkung der ätherischen Öle gerichtet. Es kann der ganze Körper oder nur ausgewählte Regionen massiert werden.

Die Wirkungsmöglichkeiten von ätherischen Ölen sind vielfältig: Sie beruhigen beispielsweise die Nerven, entspannen den Geist oder wirken anregend, steigern die Durchblutung und den Lymphfluss. Lokale Wirkungen der ätherischen Öle sind durchblutungssteigernd, was für Sportmassagen, aber auch für durchblutungsförderne Teilbäder genutzt werden kann. 
Zum Beispiel durch ätherisches Öl von Wacholder, Fichte und Rosmarin.

Aromatherapie mit Rosmarin
Rosmarinöl wirkt durchblutungsfördernd, leicht blutdrucksteigernd, zeigt im EEG einen Frequenzanstieg hin zu ß-Wellen. Es ist auch durch seinen erfrischenden, herb-krautigen Geruch, der aufmunternd wirkt, für anregende Morgenbäder sehr geeignet.

Heilpflanze Rosmarin
Rosmarin ist eine typische Pflanze der Mittelmeerländer. Der Strauch kann bis zu zwei Meter hoch werden. Die Blätter des Rosmarins enthalten ätherisches Öl und werden z.B. als Tee oder Tinktur bei Magen-Darmbeschwerden und Kreislaufbeschwerden mit niedrigem Blutdruck eingesetzt. Wegen der verdauungsfördernden und anregenden Wirkung kann Rosmarin für "Entschlackungskuren" eingesetzt werden. Bäder und Massagen mit ätherischem Öl von Rosmarin steigern die Hautdurchblutung und eignen sich z.B. bei Muskelschmerzen. Auch als Gewürz für Suppen ist Rosmarin sehr beliebt.

Rosmarin (Rosmarinus officinalis) Blattgold Dr.Becker ®


Chemotyp ätherisches Öl von Rosmarin
Beim Kauf von ätherischem Rosmarinöl ist auch auf den Chemotyp zu achten. Rosmarin vom Typ Cineol wirkt durchblutungsfördernd und dadurch anregend auf kognitiver und körperlicher Ebene. Rosmarin vom Typ verbenon wirkt stark regenerierend auf die Haut. Dieser Rosmarin wirkt stärkend auf das Verdauungssystem, er hat zudem leberzellregenerierende Eigenschaften.

Rosmarin-Ölwickel
Für die Anwendung von Ölwickeln und Kompressen gilt. Für Rosmarin im Leberbereich zur Unterstützung von Fastenkuren:
1 Tropfen Rosmarinöl auf 15 ml Trägeröl zur Anfertigung eines Ölwickels.



Massagen und Einreibungen
Für Massagen und Einreibungen werden 1-10% ätherisches Öl in fettem Trägeröl verwendet.

Als Trägeröle eignen sich
Süßes Mandelöl (Prunus amygdalus)
Jojobawachs (simondsia californis)
Avocadokernöl (Persea americana)
Sonnenblumenöl (Helianthus anuus)

Diese fetten Öle sind sehr gut hautverträglich. Sie schleusen die ätherischen Öle durch die Hautschicht bis hin zu den kleinsten Blutkapillaren. Von dort werden die ätherischen Öle in den gesamten Körper transportiert. Auch diese Trägeröle haben therapeutische und hautpflegende Eigenschaften, d.h. sie unterstützen die Wirksamkeit ätherischer Öle.

Die ätherischen Öle einiger folgend genannter Pflanzen regen den Lymphabtransport an und erhöhen den Tonus des venösen Systems. Sie eignen sich daher auch, um aus der Frühjahrsmüdigkeit zu kommen:
Angelika,
Bitterorange,
Orange süß,
Grapefruit,
Lemongras,
Mandarine,
Salbei,
Zeder.


Bäder
Ein Vollbad mit ätherischen Ölen ist im Rahmen einer Frühjahrskur eine wunderbare Ergänzung. Für die Anwendung in Bädern müssen ätherische Öle mit einem Emulgator vermengt werden, damit nicht ein dünner, konzentrierter Ölfilm an der Wasseroberfläche gebildet wird und einige Hautareale sehr konzentriertem Öl ausgesetzt sind, wodurch diese gereizt werden, während andere Areale keinen Kontakt zu dem Öl bekommen.

Video wie man ein Ölbad mit Meersalz macht:



Neben synthetischen Emulgatoren aus der Kosmetik wird häufig Sahne, nicht zuletzt wegen der natürlichen rückfettenden Wirkung auf die Haut verwendet. Auf 1 Vollbad werden mindestens 250 ml Sahne mit 3-7 Tropfen ätherischem Öl benötigt.

Meersalz wird ebenfalls häufig verwendet, obwohl es im chemischen Sinn kein Emulgator ist. Allerdings lässt sich durch gründliche Verreibung der Öle mit Salz ein Aufbrechen in sehr kleine Tröpfchen und damit ebenfalls eine gute Verteilung im Wasser erreichen.

Langfristig wird sich das Öl zwar wieder auf der Wasseroberfläche sammeln, aber dies tritt erst nach langer Badedauer auf und kann bei medizinischen Bädern, die selten länger als 20 Minuten dauern, vernachlässigt werden.


Weitere Tipps für den Frühjahrsboost
1. Heilpflanzen
Dazu sind lesenswert und informativ ältere Posts zum Thema Frühjahrskur.
2. Ans Licht gehen
denn das Sonnenlicht aktiviert im Körper die Produktion des Glückshormons Serotonin. Am besten beginnt man den Tag früh und geht früh aus dem Haus, um gleich viel Licht aufzunehmen. Bei Bewegung an der frischen Luft tankt die Haut Licht und der Kreislauf kommt in die Gänge.
3. Gesunde Ernährung
Nicht umsonst sind im Frühjahr Frühjahrskuren und Detoxkuren angesagt. Vollwertige Ernährung, Gemüse und Obst. Gesunden Genuss schließt auch das Trinken mit ein. Entschlackende und den Stoffwechsel ankurbelnde Tees sind gegen Frühjahrsmüdigkeit genau richtig und die bessere Wahl im Vergleich zu Kaffee und Schwarztee. Auch selbstgemachte Smoothies versorgen die Zellen mit allen guten Nährstoffen.
4. Guter Schlaf
Die Tage werden im Frühling wieder länger und es ist verlockend länger auf zu beliben. Dennoch braucht der Körper seinen Schlaf, um sich zu erholen.
5. Bewegung
Unsportliche Personen sind besonders häufig von Frühjahrsmüdigkeit betroffen. Sport ist sehr gut bei Frühjahrsmüdigkeit. Je nach Alter und Trainingsstand sollte das Bewegungsprogramm angepasst werden. Ideal sind Sportarten im Freien wie Laufen, Nordic Walking und Fahrradfahren.


Quellen:
Lehrbuch Naturheilverfahren. Karin Kraft/ Rainer Stange. Hippokrates Verlag 2010.
Aromatherapie. Wabner/ Beier Elsevier Verlag.

Sportsfreund, Mai 2016. Frühjahrsmüdigkeit Schlapp ist out. S.70.

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