Freitag, 24. November 2017

Aromatherapie und Emotionen

Wer sich mit Aromatherapie beschäftigt, lernt zunächst die einzelnen ätherischen Öle kennen, wie sie gewonnen werden, wie sie chemisch zusammengesetzt sind und ihre Anwendungsgebiete (Indikationen).

Vielleicht besucht der Lernende einen Kurs und geht mit einem Zertifikat nach Hause, das ihm bescheinigt nun als Aromatherapeut tätig werden zu können. Das Wissen ist notwendig, aber es gehört noch eine Portion emotionale Intelligenz dazu. Aromatherapie ist nicht nur Technik, sondern vielmehr eine Beziehung zwischen zwei Personen. Die aromatherapeutische Praxis setzt zwar das Erlernen der Technik voraus, doch sie ist, wie man gar nicht oft genug sagen kann, weit mehr als das.

Aromatherapie und Emotionen Blattgold Dr.Becker ®

"Man braucht zwar zu Beginn eine Technik, um Klavier spielen zu können, doch das Spiel – die Interpretation – des Künstlers geht weit über die technische Fertigkeit hinaus."1

"...appellierend an die Gefühlsbedürfnisse der Lernenden, wird gegenübergestellt, eine Melodie sei etwas anderes als eine Summe von Tönen. ... es haben heute wohl alle begriffen, dass eine Melodie nicht eine "Summe" von Tönen ist. ... Die "Beziehung", in der großen Masse also das E m o t i o n a l e, "Mitschwingende" war sehr viel schwerer faßbar, fixierbar, bezeichenbar, mitteilbar, d.h. aufweisbar, als vorhanden "beweisbar".2

Düfte sind mit Erinnerungen und Emotionen verbunden. Als Aromatherapeut gilt es diese individuelle Verbindung zwischen einem Duft und der ureigenen Emotion zu verstehen, um zu entscheiden, welches ätherische Öl die gewünschte Wirkung bringt. Nun geht es nicht darum, recht zu haben: Jeder Aromatherapeut muss in der Lage sein w a h r z u n e h m e n, was er tut, schafft und erzeugt.


Quellen:
1 Haynal, André. Die Technik-Debatte in der Psychoanalyse – Freud, Ferenczi, Balint. Geist und Psyche Fischer. Deute Erstausgabe 1989. S.80/81.
Schultz-Henke, Harald. Lehrbuch der analytischen Psychotherapie. 3. unveränderte Aufl. Geor Thieme Verlag Stuttgart-Nex York, 1981. S.122.

 

Dieses Thema könnte Sie aus interessieren:

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen